Berater der Bundesregierung nennt Impfverweigerer “Volksfeinde” | Anti-Spiegel

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17-04-21 08:40:00,

Politik und Medien bestreiten, dass es bei den aktuellen Einschränkungen der Freiheitsrechte Parallelen zur Nazizeit gibt. Aber wie glaubwürdig ist das, wenn ein Regierungsberater Impfverweigerer gleichzeitig als “Volksfeinde” bezeichnet und damit das Vokabular der Nazizeit aufnimmt?

Es verwundert, dass die „Qualitätsmedien“ nicht vor Empörung aufgeschrien haben, als gerade eine nicht unwichtige Person Andersdenkende als „Volksfeinde“ bezeichnet hat. Aber andererseits verwundert es ja auch wieder nicht, denn das hat ja einer der „Guten“ getan. Wehe, das wäre einem anderen passiert. Aber der Reihe nach.

Was geschehen ist

Rolf Schwartmann ist ein langjähriger Berater der Regierung. Der Jurist ist unter anderem seit März 2015 Mitglied der von Bundesinnenminister Seehofer geleiteten „Plattform Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft“ und im Juli 2018 wurde Schwartmann vom Bundeskabinett in die Datenethikkommission der Bundesregierung berufen.

Schwartmann fühlte sich nun berufen, für Web.de einen Artikel mit der Überschrift „Soll man Privilegien in der Pandemie auf sozialen Netzwerken posten? Pro und Contra“ zu schreiben. Der Artikel ist eigentlich nur bestenfalls nur deshalb erwähnenswert, weil er einen anschaulichen Einblick gibt, wie abgehoben man in den Kreisen des Autors ist.

Das Hauptthema seines Artikels war die Frage, ob man in Zeiten der Pandemie in sozialen Netzwerken Bilder davon posten sollte, dass man es sich trotz Lockdown im eigenen Ferienhaus gut gehen lässt. Ich vermute, dass dieses Problem in Deutschland nicht allzu viele beschäftigt, die Menschen machen sich derzeit wohl eher Sorgen um ihre berufliche Zukunft, um ihre Kinder, die im Lockdown langsam aber sicher durchdrehen oder darum, ob ihre kleine Firma den Lockdown überlebt.

Im Kreise der Regierung hat man aber offensichtlich wichtigere Probleme, zum Beispiel das eigene Ferienhaus.

In seinem Artikel schrieb Schwartmann dann aber auch:

„Impfmuffel sind in der Pandemie Volksfeinde. Der Staat muss öffentlich zur Impfung aufrufen und jeder der sich impfen lässt, gleich ob er schon an der Reihe ist oder nicht, hilft der Gesundheit aller.“

Das dürfte einen kräftigen Shitstorm ausgelöst haben. Ich bin auf die Geschichte bei RT-DE gestoßen und in dem Artikel von RT-DE wurde gezeigt, dass der Artikel von Schwartmann danach umgeschrieben wurde. Danach waren Impfmuffel nur noch „verpönt„.

Natürlich wurden die Leser darüber nicht informiert, so zumindest heißt es bei RT-DE,

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