Die Permanenz des Wahnsinns

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17-04-21 08:10:00,

Die Wissenschaft ist im Moment mal wieder besonders fröhlich. Einerseits gibt es da dieses satte Dunkelblau, nur dann und wann durchzogen von feinen hellblauen Wölkchen und ein paar wenigen hellgrünen Flecken. Die Rede ist vom GrippeWeb, einem Portal des Robert Koch-Instituts (RKI). Das GrippeWeb erfasst, „welcher Anteil der Gesamtbevölkerung Woche für Woche an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt ist und welcher Anteil mit solch einer Erkrankung eine ärztliche Praxis aufgesucht hat“ (1). Unterstützt und korreliert werden die erhobenen Daten durch die Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI), ebenfalls beim RKI angesiedelt.

Und Woche für Woche kommt dabei eine Deutschlandkarte heraus, daneben findet sich eine Farbskala, die von Dunkelblau über Hellblau in der Mitte ein grünes Feld zeigt, dem schließt sich eine gelbe Zone an, die am oberen Ende in Rot übergeht. Mit diesem Farbspektrum wird die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in einer Kalenderwoche veranschaulicht, wobei Dunkelblau den Normalzustand ausdrückt und Rot am anderen Ende „stark erhöht“ signalisiert.

Eine schöne, fast monochrom dunkelblaue Karte zeigt die Atemwegserkrankungen der 13. Kalenderwoche (29. März bis 4. April). In der „Zusammenfassung der aktuellen Lage“ heißt es:

„Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 13. KW 2021 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Die ARE-Rate liegt weiterhin unter den Werten der Vorsaisons auf einem sehr niedrigen Niveau. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden in der 13. KW 2021 insgesamt weniger Arztbesuche wegen ARE im Vergleich zur Vorwoche registriert, die Werte befinden sich in der 13. KW weiterhin deutlich unter den Vorjahreswerten um diese Zeit.“

Es gibt in dieser Zusammenfassung auch einen Verweis auf das Epidemiologische Bulletin vom 6. Juli 2017/Nr. 27 (2), in dem die Arbeit des GrippeWeb vorgestellt wird. Darin finden sich Angaben über die Häufigkeit akuter Atemwegserkrankungen im Verlauf einer Grippesaison, die gewöhnlich nach der 32. Kalenderwoche beginnt:

„Es folgt ein steiler Anstieg in nur wenigen Wochen bis auf etwa 1,2 Prozent, wo das herbstliche Plateau erreicht wird. In dieser Zeit erleiden (hochgerechnet auf Deutschland) etwa 800.000 Menschen wöchentlich eine Atemwegsinfektion, die sich in einer grippeähnlichen Symptomatik (ILI) äußert.

Kurz vor Weihnachten steigt die ILI-Rate an, geht aber zwischen Weihnachten und über den Jahreswechsel wieder für eine kurze Zeit deutlich zurück.

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