Inkompetenz ist die Grundlage für erfolgreichen Lobbyismus | KenFM.de

inkompetenz-ist-die-grundlage-fur-erfolgreichen-lobbyismus-|-kenfm.de

17-04-21 08:22:00,

Ein Beitrag von Peter Haisenko.

Versteht jemand etwas von seinem Fach, kann er kompetent begründete Entscheidungen treffen. Ist er aber ein Laie, braucht er Berater. Wie aber soll ein Laie entscheiden, welche Berater ihn richtig beraten?

Minister haben Staatssekretäre zur Verfügung. Das sind zumeist erstklassige Fachleute für ihr Gebiet. Leider gibt es mehr und mehr Staatssekretäre, die nicht wegen ihrer Fachkompetenz ins Amt gehoben wurden, sondern wegen ihrer Parteizugehörigkeit. Gleichzeitig werden erprobte Staatssekretäre aufs Abstellgleis geschoben, wegen der „falschen“ politischen Ausrichtung. Das ist nicht förderlich für den gesamten Apparat und seine Arbeitskompetenz. Nichts desto Trotz findet sich immer noch auf Staatssekretärsebene geballte Kompetenz, die die Dinge am Laufen hält.

Ein Minister selbst ist auf diese Expertise angewiesen, sollte aber über so viel eigene Kompetenz verfügen zu entscheiden, welche Richtung seiner Staatssekretäre in seinen Augen zum besten Erfolg führen wird. Ist er selbst jedoch fachunkundig, kann er das nicht. Zumindest nicht eigenständig und da liegt der Haken. Tritt der Fall ein, und das geschieht regelmäßig, dass die (politische) Grundlinie der Staatssekretärsebene nicht mit den (politischen) Zielen des Ministers konform geht, wird er sich externe Berater einkaufen, die ihm mehr oder weniger nach dem Mund reden. Schließlich werden die ja dafür bezahlt und wollen weitere Aufträge. Die Überzahl der „Berater“ arbeitet aber kostenfrei. Sie werden von Interessengruppen bezahlt, zumeist aus der Industrie. Man nennt sie Lobbyisten und dass deren „Ratschläge“ nicht am Wohl der Bevölkerung interessiert sind, bedarf keiner Erklärung. Sie vertreten die Interessen ihrer Brötchengeber. Dafür werden sie bezahlt.

Nur wer kompetent ist, kann auch kompetente Entscheidungen treffen

Warum funktioniert der Mittelstand in Deutschland so erfolgreich? Zumindest noch. Weil an der Spitze eines jeden erfolgreichen Unternehmens ein Fachmann mit reicher Erfahrung steht, der auch die volle Verantwortung für sein Unternehmen und jede seiner Entscheidungen trägt. Muss ich da überhaupt noch den Unterschied zu einem Minister ausbreiten? Ministern, die üppig Pension beziehen, ganz gleich, wie sehr sie versagt haben? Die in dieser Hinsicht auf einer Ebene stehen mit den Vorständen von Großkonzernen, die sich ebenfalls schon vor Beginn ihrer Arbeit garantieren lassen, wie viele Millionen sie bekommen, auch wenn sie total versagt haben, plus üppige Ruhestandszahlungen. Genau deswegen sind auch in den Großkonzernen nur selten Fachleute Vorstandsvorsitzende, sondern vielmehr Juristen und Kaufleute. Die Zustände in unseren ehemals führenden Konzernen sind durchaus mit denen zu vergleichen,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: