Russland begrenzt den Zugang zum Asowschen Meer | Anti-Spiegel

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17-04-21 07:15:00,

Russland hat die Sperrung der Meerenge von Kertsch für ausländische Kriegsschiffe angekündigt. Die Ukraine und die Nato protestieren heftig.

Die Meerenge von Kertsch war im November 2018 ein internationales Thema, als ukrainische Kriegsschiffe dort in russische Gewässer eingedrungen sind, stundenlang nicht auf Funksprüche reagiert haben und dann von russischen Schiffen gewaltsam aufgebracht wurden, die Details finden Sie hier. Über diese Meerenge hat Russland die Brücke zur Krim gebaut und die Passage durch die Meerenge ist nur nach Anmeldung mit russischen Lotsen möglich. Dahinter liegt das Asowsche Meer, an dem mehrere ukrainische Häfen liegen.

Die TASS meldete nun:

„Nach dem Bulletin der Direktion Navigation und Ozeanographie des russischen Verteidigungsministeriums wird vom 24. April bis 31. Oktober die Durchfahrt ausländischer Kriegsschiffe und anderer staatlicher Schiffe in mehreren Gebieten des Schwarzen Meeres in Hoheitsgewässer Russlands ausgesetzt. In dem Dokument wird nicht angegeben, warum und im Interesse welcher Behörde diese Bereiche geschlossen werden.“

Diese Maßnahme bedeutet de facto eine Abriegelung des Asowschen Meeres für Kriegsschiffe. Da die Nato das Großmanöver Defender 2021 auch im Schwarzen Meer durchführt, kann man vermuten, dass Russland nicht möchte, dass im Asowschen Meer Marineübungen im Rahmen von Defender 2021 durchgeführt werden. Ich habe am 13. April über Erklärungen des russischen Verteidigungsministers berichtet, die man in diesem Zusammenhang sehen kann, aber da es keine offiziellen Verlautbarungen gibt, ist das Spekulation.

Natürlich hat die Nato heftig protestiert, wie zum Beispiel der Spiegel berichtet hat. Man muss sich allerdings fragen, warum die Nato protestiert hat, schließlich ist kein Nato-Mitglied von der Schließung der Meerenge von Kertsch betroffen. An die dortigen Küsten grenzen nur Russland und die Ukraine, die jedoch kein Nato-Mitglied ist.

Sollte es weitere Informationen über die Entscheidung geben, wird der Anti-Spiegel natürlich berichten.

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