Wir Laborratten

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17-04-21 11:22:00,

„Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen“ (Jean-Paul Satre).

In der Regel dauert es viele Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, um einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus zu entwickeln. Der neue Impfstoff muss ausreichend lange auf Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüft werden, bevor er seine Zulassung erhält. Bei Corona ist das aber alles anders, da es sich offiziell um einen Notfall-Impfstoff handelt. So soll ein neuer Corona-Impfstoff in Rekordzeit verfügbar sein. Nicht nur Bill Gates gab dieses ehrgeizige und bedenkliche Ziel vor. Ob und welche Langzeitfolgen so ein Impfstoff für die Geimpften haben wird, ist aber genauso ungewiss wie die Spätfolgen der Covid-19-Erkrankung (1).

Die beiden französischen Wissenschaftler Camille Locht, Forschungsdirektor am französischen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung, und Jean-Paul Mira, Leiter der Intensivstation des Pariser Krankenhauses Cochin, würden einen Covid-19-Impfstoff am liebsten „an armen Afrikanern“ testen. Auf dem schwarzen Kontinent sei man „unfähig“, das Virus zu bekämpfen, so die zwei weißen Franzosen im Fernsehen (2).

Mira verglich die Afrikaner mit Prostituierten, die bei AIDS-Studien als Testpersonen dienen. „Wir haben Dinge an Prostituierten versucht, weil sie hoch exponiert sind und sich nicht schützen.“

Mira fragt: „Sollten wir diese Studie nicht in Afrika machen, wo es keine Masken, keine Behandlung, keine Intensivpflege gibt?“

Locht stimmt zu: „Du hast recht. (…) Wir werden tatsächlich ernsthaft darüber nachdenken“ (3).

Der Leiter des nationalen biologischen Instituts der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Jacques Muyembe, ein Virologe, zeigte rasch Bereitschaft:

„Wir wurden ausgewählt, um diese Tests durchzuführen. (…) Der Impfstoff wird in den USA, Kanada oder China hergestellt. Wir sind Kandidaten für die Durchführung des Tests hier“ (4).

Daraufhin ließ der kenianische Politiker Moses Wetangula die Welt umgehend wissen: „Afrikanische Führer müssen jedem Versuch widerstehen, unser Volk als Guinea Pigs zu benutzen.“ China, Italien, Spanien, Frankreich und die USA wären die Epizentren von Covid- 19. Klinische Studien müssten dort beginnen und nicht in irgendeinem afrikanischen Land.

In sozialen Medien kam der „koloniale“ Vorschlag, Afrikaner als „Laborratten“ zu benutzen, auch nicht gut an (2). Einige durchaus privilegierte afrikanische (Ex-)Fußballspieler bekamen Wind von der Idee der beiden Franzosen und empörten sich auf Twitter.

Etwa Didier Drogba: „Afrika ist kein Laboratorium. Ich verurteile diese sehr ernsten,

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