Die Gewaltmonopolisten

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20-04-21 09:40:00,

Die USA verfügen über die hochgerüstetste Armee der Welt. Ihr Militärbudget ist mehr als elfmal höher als das Russlands und mehr als dreimal höher als das von China. Sie unterhalten weltweit etwa tausend Militärstützpunkte, mehrere sehr große in Europa. Das befähigt sie, überall in aller Welt militärisch zu intervenieren oder mithilfe ihrer Geheimdienste Regime Changes durchzuführen, wenn das in ihrem wirtschaftlichen oder strategischen Interesse opportun erscheint. Geschehen ist das in den letzten Jahren — zumeist unter Berufung auf Menschenrechte oder die Verletzung demokratischer Standards — zum Beispiel in Chile, Afghanistan, Libyen, Jugoslawien, Somalia, Ecuador, Bolivien, Kolumbien, Brasilien, im Irak, Libanon, Sudan und in der Ukraine.

Versucht wurde es beispielsweise in Kuba, Nicaragua, Venezuela, Weißrussland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Dabei wurden weder Menschenrechte noch das internationale Völkerrecht gewahrt. Auch Russland und China stehen auf der Agenda der größenwahnsinnigen, selbst vor einem Atomkrieg nicht zurückschreckenden Weltbeglücker.

Konfusion, Krisen und Chaos, wohin wir schauen. In Venezuela, das über die größten Erdölreserven der Welt verfügt, wurde eine Marionette der USA und der in Miami lebenden reichen Exil-Venezolaner als „Übergangspräsident“ gegen den gewählten Präsidenten Nicolás Maduro in Stellung gebracht. Das Land leidet unter den strangulierenden Sanktionen, die auch von EU-Staaten, unter anderem von Deutschland, mitgetragen werden. Dass die USA Kriegsschiffe vor die Küste Venezuelas schickten (1) und auf Maduro ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar aussetzten (2), erregte bei westlichen Politikern und Medien kaum Widerspruch. Dem Präsidenten wurde vorgeworfen, in Drogengeschäfte verwickelt zu sein.

Dazu sagte der Botschafter Kolumbiens in den USA, Francisco Santos: „Es ist meine Aufgabe, Dinge gegen Venezuela zu erfinden“ (3). Das sehen im Gefolge der US-Propaganda wohl auch viele westliche Politiker und Journalisten so. Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), die sich in dieser Hinsicht kaum von anderen Leitmedien in der Schweiz und Deutschland unterscheidet, über Venezuela berichtet, geht aus einer systematischen Studie von Swiss Propaganda Research hervor. Darin heißt es:

„Die Resultate sind eindeutig: Die NZZ verbreitet in ihren Berichten überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/NATO. Gastkommentare und Meinungsbeiträge geben nahezu durchgehend die Sicht dieser Konfliktpartei wieder, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird. Die verwendeten Drittquellen sind unausgewogen und teilweise nicht überprüfbar“ (4).

Das betrifft auch die Berichterstattung zur Ukrainekrise und zum Syrienkrieg.

Es ist davon auszugehen, dass alle drei Länder vor allem wegen ihrer großen strategischen Bedeutung ins Fadenkreuz der USA geraten sind: Syrien als Verbündeter Russlands am Mittelmeer,

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