Machtpoker mit hohem Einsatz und der Drohung atomarer Bewaffnung | Anti-Spiegel

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19-04-21 11:24:00,

Das letzte Update zur Lage in der Ukraine ist schon wieder fast eine Woche alt, weshalb es an der Zeit ist, mal wieder chronologisch zusammenzufassen, was seitdem geschehen ist.

Auch wenn die westlichen „Qualitätsmedien“ die Ukraine erst Ende März wieder als Thema entdeckt haben, hat die Eskalation dort bereits im Januar begonnen. Die Chronologie der Ereignisse seit Jahresbeginn bis Ende März finden Sie hier, die Chronologie der sich überschlagenden Ereignisse vom 2. bis zum 7. April finden Sie hier, was vom 8. bis 14. April geschehen ist, finden Sie hier. Heute schauen wir uns die Entwicklungen seit dem 15. April an.

15. April

Die USA hatten die Entsendung zweier weiterer Kriegsschiffe ins Schwarze Meer angekündigt, woraufhin Russland die sehr deutliche Warnung ausgesprochen hatte, die US-Schiffe sollten sich zu ihrer eigenen Sicherheit von den russischen Küsten fernhalten. So kam es, dass die USA am 15. April mitgeteilt haben, die US-Schiffe würden im Mittelmeer bleiben. Der Kreml kommentierte das mit den Worten, dass das aber noch keine Entspannung der Situation bedeute.

Ebenfalls an dem Tag sagte Leonid Krawtschuk, der Chef der ukrainischen Delegation bei den Minsker Verhandlungen, der in den Tagen zuvor mit sehr kriegerischen Äußerungen aufgefallen war, nun:

„Wer erwartet, dass morgen amerikanische Soldaten in die Ukraine kommen und uns beschützen werden, ist ein Märchenerzähler. Das wird nicht passieren.“

Er fügte hinzu, dass die Ukraine trotzdem nicht allein gelassen werde, die USA und die EU würden die Ukraine mit weiteren anti-russischen Sanktionen unterstützen.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland forderte hingegen mal wieder die umgehende Aufnahme der Ukraine in die Nato. Ansonsten, so sagte er, werde die Ukraine ein eigenes Atomwaffenarsenal aufbauen. Diese Drohung dürfte allerdings kaum jemand ernst nehmen, auch wenn die Ukraine dazu wohl in der Lage wäre. Die USA würden es aber kaum zulassen, dass ein so unberechenbarer und von so radikalen Kräften regierter Staat, der zwar heute voll unter US-Kontrolle steht, eigene Atomwaffen hat.

Man erinnere sich nur daran, wie sehr die USA seinerzeit verhindern wollten, dass Frankreich ein Atomwaffenarsenal aufbaut. Und als Adenauer zur gleichen Zeit deutsche Atombomben gefordert hat, haben die USA das verhindert. Die USA haben kein Interesse daran,

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