Gefährliches Zündeln am Pulverfass Ukraine | KenFM.de

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21-04-21 10:02:00,

Ein Beitrag von Wolfgang Effenberger.

Am 15. April 2021 forderte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, vor dem Hintergrund russischer Manöver an der Grenze zur Ukraine nicht nur Solidaritätsbekundungen, sondern modernste Waffensysteme zur Verteidigung. Zugleich bekräftigte er die Forderung nach einer Nato-Mitgliedschaft seines Landes. Wenige Stunden zuvor hatten US-Präsident Biden und Bundeskanzlerin Merkel in einem Telefonat über die Lage im Osten der Ukraine gesprochen. Nach Angaben von Regierungssprecher Seibert waren sich beide darüber einig, dass Moskau zu einer Deeskalation der Situation beitragen müsse.(1)

Dass diese Forderung von Personen kommt, die 2013/2014 tief in den Staatsstreich in der Ukaine verwickelt waren, zeugt von einem beharrlichen Willen, einen Krieg zu provozieren, dessen Folgen in Europa und vielleicht der ganzen Welt niemand absehen kann. Wenn auch Biden und Merkel sich nicht mehr an den vom Westen mit präziser Kaltblütigkeit geplanten und unter Zuhilfenahme von neofaschistischen Kräften wie der Swoboda-Partei und dem Asow-Regiment durchgeführten Putsch nicht mehr erinnern wollen, dann müssen es andere tun.

Am 13. Dezember 2013 ließ die damalige US-Beauftragte für europäische und asiatische Angelegenheiten, Victoria Nuland, im “National Press Club” die Welt wissen, dass die USA 5 Milliarden Dollar in den Aufbau “demokratischer Institutionen” in der Ukraine investiert haben.

Nuland: US Has Invested $5 Billion In The Development of Ukrainian,

“Democratic Institutions”(2)

3,5 Millionen Dollar davon hatte das “National Endowment for Democracy” (NED) in über 60 Zahlungen an knapp 60 verschiedene Einrichtungen in die Ukraine geleitet.(3) Diese unter dem Motto “Supporting Freedom around the World” stehende Organisation, die also der Welt die Freiheit bringen will, hat natürlich den Auftrag, massiv politisch Einfluss zu nehmen. Das NED war 1983 von US-Präsident Reagan mit dem Ziel gegründet worden, die CIA von rufschädigenden Aufgaben zu entlasten. Der an der Ausarbeitung der Gesetzgebung zur Gründung des NED beteiligte US-Historiker Allen Weinstein erklärte 1991: „Vieles von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren im Geheimen von der CIA getan“(4). Und Carl Gershman, während der ersten Amtszeit der Reagan-Administration Botschafter der Vereinigten Staaten beim Menschenrechtsrat der UN und ab 1984 Präsident des “National Endowment for Democracy”, sagte 1986: „Es wäre schrecklich für demokratische Gruppen auf der ganzen Welt, als von der C.I.A.

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