Lenk-Kunst „Zu vulgär für den dauerhaften Verbleib vorm Stuttgarter Stadtpalais“?

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21-04-21 02:31:00,

OB und Stadtverwaltung Stuttgart fordern den Abbau der Lenk-Skulptur in Stuttgart vor dem Stadtpalais. Eine Petition fordert den Verbleib des Kunstwerks zum Thema Stuttgart 21. Winfried Wolf hat für die NachDenkSeiten zu diesem Thema ein Interview mit Tom Adler (Gemeinderat in Stuttgart und Ko-Vorsitzender der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE/SÖS) und Werner Sauerborn (Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21) geführt. Es geht um die Notwendigkeit einer politischen Kampagne zum Verbleib des „Lenk-Mals“ und für den Stopp von Stuttgart 21.

Seit einem knappen halben Jahr steht in Stuttgart an zentraler Stelle die Skulptur von Peter Lenk zu Stuttgart 21. Was sind Eure Erfahrungen damit?

Tom Adler: Mein Eindruck ist, dass diese Skulptur den Umständen entsprechend gut angenommen wird. Mit den „Umständen“ meine ich: Das Werk steht dort ja erst seit dem 25. Oktober 2020 – das war ein Zeitpunkt kurz vor Beginn der zweiten Pandemie-Welle. In der gesamten Zeit seit diesem Datum und bis heute gab es erhebliche Einschränkungen für Mobilität und Kommunikation. Daran gemessen ist es interessant, immer wieder Grüppchen mit Leuten um das „LenkMal“ zu sehen. Wir haben mit der Montags-Demo gegen Stuttgart 21, als wir vor dem Wechsel ins online-Format noch auf der Straße waren, auch einen Demo-Zug zur Skulptur gemacht und dort den ‚Schwabenstreich‘ durchgeführt.

Werner Sauerborn: Wir vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 haben das Projekt „Lenk-in-Stuttgart“ von Anfang an, also seit Mitte 2018, unterstützt – auch mit einem größeren finanziellen Beitrag. Und wir finden, dass sich die zwei Jahre währende Kampagne „lenk-in-stuttgart.de“ und das entsprechende Engagement gelohnt haben. Vor zwei Jahren erschien das fast unvorstellbar: 150.000 Euro an Spendengeldern für eine solche Arbeit. Und es hat geklappt – mehr als 1000 Leute haben diese Summe gespendet. Super auch die Tafel neben der Skulptur – die wird von einem Großteil der Besucherinnen und Besucher echt „studiert“. Leute, die spendeten, schauen, wo ihr Name steht. Peter Lenks Arbeit ist dann auch deutlich und unzweideutig politisch ausgefallen. Mit der Wiederwahl von Kretschmann als Ministerpräsident bleibt die Arbeit auch brandaktuell. Lenk selbst bezeichnet sein Werk als „Stuttgart 21 – Chronik einer grotesken Entgleisung“. Und Entgleisung heißt: Das Projekt prallt immer wieder aufs Neue auf den Prellbock. So sehen wir das auch. Ein Prellbock ist z.B. der Brandschutz, an dem das Ganze besser früher als später scheitern dürfte. Ein weiterer ist der Deutschlandtakt, den S21 torpediert. Dann gibt es neuerdings die sogenannten Ergänzungsprojekte: mit weiteren 47 Kilometern Tunnel-Strecken,

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