Der Blick zurück

der-blick-zuruck

22-04-21 02:41:00,

Wir schreiben das Jahr 2050, mein Name ist Irina, ich bin Weltbürgerin und lebe in Cascadia. Geboren bin ich in Deutschland, in einem Land, das heute nicht mehr existiert. Nachdem Ausschreitungen im Rahmen der Corona-Pandemie, die von Österreich und Deutschland ausgegangen waren, sich auf Europa ausgedehnt hatten und mit Gewalt niedergeschlagen worden waren, flüchteten viele Menschen auf andere Kontinente — ich war einer davon.

Cascadia ist eine der zehn Megaregionen, die in Nordamerika im Rahmen der globalen Weltordnung ab 2030 entstanden sind. Cascadia, das sind die Städte Seattle, Portland und Vancouver, im ehemaligen Kanada, die über einen Hochgeschwindigkeitszug miteinander verbunden sind.

Die anderen Megaregionen in Nordamerika, in der noch Menschen leben dürfen, sind die Great Lakes Region, Northern California, das Texas Triangle, Southern California, der Arizona Sun Corridor, die Gulf Coast, Florida, Piedmont Atlantic sowie Northeast.

Bild

Die 10 Megaregionen Nordamerikas. Quelle: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Own work. Author: IrvingPlNYC

Wir wissen nicht genau wie viele Menschen heute noch in Nordamerika leben, denn unabhängige Informationen gibt es nicht mehr. Das öffentliche Internet wird von einer künstlichen Intelligenz kontrolliert, die nur noch die Meinung der Weltregierung und ihrer Experten als sicher und verlässlich einstuft und uns zur Verfügung stellt. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, dass vielleicht noch circa 100 Millionen Menschen in ganz Nordamerika leben.

Ganz ähnlich dürfte es um den Rest der Welt bestellt sein, auch dort wurden die Bevölkerungen in den ersten 10 Jahren der Pandemie — die übrigens nie mehr aus unserem Leben verschwand — rapide dezimiert. Doch weil valide Informationen aus den anderen Teilen der Welt Mangelware sind, kann ich hier keine vernünftige Schätzung abgeben.

Ich gehe aber davon aus, dass wir in Richtung 500 Millionen Menschen gehen, so wie dies die Erbauer der Guide Stones in Georgia vorgesehen hatten, und wie dies auch von den Vereinten Nationen, der neuen Weltregierung, im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenden stets vorgesehen gewesen war.

Die freie Meinungsäußerung im Netz, um die in den ersten Jahren der Pandemie noch gekämpft worden war, wurde nach Übertragung der Macht an die regionalen Community Manager ziemlich schnell stark eingeschränkt, mit der Begründung, Desinformation und Lügen hätten zu einer Verschlimmerung der Pandemie beigetragen und hätten die Bevölkerung gespalten.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: