Putin im O-Ton über Mieten und Wohneigentum | Anti-Spiegel

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22-04-21 07:16:00,

Am 21. April hat Putin seine jährliche Rede an die Nation, die in diesem Jahr mit besonderem Interesse erwartet wurde. Hier berichte ich über den Teil der Rede, in dem es um das Thema Wohnen ging.

Putins Rede an die Nation ist jedes Jahr ein großes Thema und die Medien im Westen sind dabei stets bemüht, alles wegzulassen, was nicht ins gewollte Bild passt. So wird es auch dieses Mal sein, weshalb ich in mehreren Artikeln ausführlich auf die Rede eingehen und sie übersetzen werde. In diesem Artikel geht es darum, was Putin über das Thema Wohnen gesagt hat.

Die Rede hat fast anderthalb Stunden gedauert und der Schwerpunkt lag auf innenpolitischen Themen, nur etwa zehn Minuten haben sich um die Außenpolitik gedreht, darüber habe ich hier berichtet. Da Anti-Spiegel-Leser immer wieder darum bitten, ich möge mehr über innenpolitische Themen aus Russland berichten, komme ich dem hier nach und berichte über Teile von Putins Rede, in denen es um die Innenpolitik ging.

Worin Russland sich von Deutschland unterscheidet

Als die Sowjetunion zerfallen ist, konnte jeder Russe die Wohnung, in der wohnte, für eine Bearbeitungsgebühr privatisieren. Die Wohnungen wurden zu schuldenfreien Eigentumswohnungen. Dadurch gibt es heute in jeder russischen Familie mindestens eine schuldenfreie Eigentumswohnung. In Russland wohnt praktisch kein Rentner zur Miete, ich habe in Russland noch von keinem Rentner gehört, der zur Miete wohnt. Und wenn die Rentner – so ist leider das Leben – sterben, erben die Kinder die Wohnung.

Daher ist die Quote an Wohneigentum in Russland ungleich höher als im Westen und jeder junge Mensch will möglichst schnelle eine Wohnung kaufen. Der Stellenwert von Wohneigentum ist in Russland sehr hoch. Ich selber kenne viele junge Leute unter 30, die sich bereits eine Eigentumswohnung gekauft haben, wenn auch finanziert. Das ist in Russland wesentlich einfacher, weil die Preise sehr viel niedriger sind als im Westen.

Die niedrigen Immobilienpreise haben Gründe: So gibt es in Russland zum Beispiel keine Wohnungsbaugesellschaften, deren Geschäftsmodell es ist, hunderttausende Wohnungen zu besitzen und zu vermieten. Dieses Geschäftsmodell ist in Russland unbekannt.

In Russland herrscht aber ein ungeheurer Bauboom, alleine in Petersburg, wo ich lebe, wurden in den letzten Jahren nicht nur neue Wohngebiete, sondern gleich mehrere komplett neue Stadtteile inklusive Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und so weiter gebaut.

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