Putins Gleichnis zur Lage Russlands: Mogli mit den Wölfen gegen den bösen Tiger

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22-04-21 01:26:00,

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in seiner jährlichen programmatischen Rede vor allem mit inländischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen beschäftigt. Außenpolitisch ging Putin auf einen nach russischer Darstellung versuchten Staatsstreich in Weißrussland ein. Zudem warnte er angesichts aktueller Eskalationen durch den Westen vor der Überschreitung „einer roten Linie“. Parallel gingen Anhänger des inhaftierten russischen Oppositionspolitikers Aleksej Navalny auf die Straße. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden.

Am Mittwoch hielt Wladimir Putin vor der Föderalen Versammlung seine alljährliche programmatische Rede (Übersetzung auf Englisch) zur Entwicklung Russlands.

Auffällig war, dass Putin sich in 80 Prozent der Redezeit mit inländischen, sozialen und wirtschaftlichen Problemen beschäftigte, für die er konkrete Lösungen nannte. Im letzten Teil der Rede ging es dann um die Außenpolitik, den Versuch eines Staatsstreichs in Weißrussland und die Maßnahmen westlicher Staaten gegen Russland.

Zu der Versammlung in der „Manesch“, einer Ausstellungshalle direkt vor den Kreml-Mauern, waren Abgeordnete beider Kammern des russischen Parlaments, Regierungsmitglieder, Gouverneure der Regionen sowie Personen des öffentlichen Lebens erschienen.

Alle sollen sich impfen

Die Corona-Krise in Russland sei noch nicht beendet, man müsse aufmerksam bleiben, aber das Schlimmste sei überstanden, sagt der Kreml-Chef. Bis zum Herbst könne man eine russlandweite „kollektive Immunität“ erreichen. Putin bat die Bürger, zum Impfen zu gehen: „Nur so können wir die tödlich-gefährliche Epidemie stoppen.”

Der Präsident rief die Regierung auf, ab Juli maximale Diagnose-Kapazitäten in den Polikliniken zu schaffen. Die Vorsorge bei Herz-, Gefäß- und anderen schweren Krankheiten sei besonders wegen des Corona-Virus wichtig, das Menschen mit Vorerkrankungen besonders treffe.

Damit die Menschen durch Fahrten in Sanatorien und Kurorte ihre Gesundheit stärken, werde man bis zum Jahresende das Programm verlängern, wonach ein Bürger zwanzig Prozent seiner Urlaubs-Reisekosten in Russland vom Staat ersetzt bekommt.

Der Aufbau der nötigen medizinischen Kapazitäten und Ausrüstungen zu Beginn der Corona-Krise sei schnell und erfolgreich bewältigt worden, erklärte der Kreml-Chef. Man habe die Zahl der Betten für Corona-Kranke auf 280.000 verfünffacht.

Wladimir Putin dankte den Medizinern, die ihr Leben riskierten, und er dankte auch freiwilligen Helfern, von denen einige im Saal anwesend waren. Man habe die schlimmste Etappe der Corona-Krise durchgestanden, gestützt auf die Religion, die Einheit des Volkes, die Familie und die Werte Freundschaft und Barmherzigkeit.

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Jetzt gehe es um die Wiederankurbelung des Wirtschaftslebens,

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