Werden die unbelegten Vorwürfe aus Tschechien die Beziehungen zu Russland endgültig zerstören? | Anti-Spiegel

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25-04-21 08:24:00,

Tschechien gibt Russland – ohne Belege zu präsentieren – die Schuld an Explosionen im Jahr 2014 und hat fast 20 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Andere Staaten des Westens zeigen sich solidarisch und schmeißen ebenfalls russische Diplomaten raus. Einen Ausweg aus der Eskalationsspirale scheint es nicht zu geben.

Wenn es so weiter geht, werden die diplomatischen Beziehungen zwischen Russland dem Westen schon deshalb zerstört, weil es bald keine Diplomaten in den jeweils anderen Ländern mehr gibt. Der Westen hat mal wieder angefangen, im großen Stil russische Diplomaten auszuweisen und da Russland auf solche Maßnahmen bekanntermaßen immer „gespiegelt“ reagiert, packen auch in Moskau nun immer mehr westliche Diplomaten eilig ihre Koffer.

Tschechien wirft Russland ohne Belege vor, dass zwei russische Agenten – dieselben, die auch die Skripals vergiftet haben sollen – 2014 in Tschechien ein Munitionslager in die Luft gesprengt haben sollen. Um davon abzulenken, dass es keinerlei Belege gibt, durfte der Spiegel wieder als Pressestelle der Geheimdienste aktiv werden und hat zwei Tage nach dem Vorfall mit vielen Details behauptet, seine eigenen Recherchen würden das bestätigen. Der Spiegel erklärt seinen Lesern allen Ernstes, in wenigen Tagen einen Vorfall aufgeklärt zu haben, den die tschechischen Behörden sieben Jahre lang nicht aufklären konnten. Die Details dieser Räuberpistole finden Sie hier.

Nach dem Vorfall haben Tschechien und Russland jeweils fast 20 Diplomaten des anderen Landes ausgewiesen. Damit ist die Sache aber nicht vorbei, denn die Tschechei forderte auch Solidarität der Nato und die bekommt das Land nun und die Geschichte eskaliert weiter.

Prag hat die Anschuldigungen am Samstag dem 17. April erhoben und die Ausweisung russischer Diplomaten angeordnet und am Montag dem 19. April wurden als Antwort tschechische Diplomaten aus Russland ausgewiesen. Die Botschaften beider Länder sind nun so dünn besetzt, dass die diplomatischen Beziehungen de facto kaum mehr aufrecht erhalten werden können.

Schauen wir uns nun die Chronologie der weiteren Eskalation an.

20. April

Der stellvertretende tschechische Ministerpräsident und Außenminister Jan Hamáček hat den russischen Botschafter vorgeladen und gegen die Ausweisung der tschechischen Diplomaten protestiert. Außerdem hat er die EU und die Nato aufgerufen, ebenfalls russische Diplomaten auszuweisen:

„Wir rufen die Länder der Europäischen Union und der NATO zu einer gemeinsamen Aktion auf, um bestimmte Mitglieder des russischen Geheimdienstes aus Solidarität aus den EU- und NATO-Mitgliedstaaten auszuweisen.“

Dabei erklärte er auch,

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