Die Hygiene-Extremisten

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27-04-21 11:47:00,

Die parlamentarische Linke hatte ja den Lockdown-Maßnahmen zugestimmt. Die außerparlamentarische Linke — „über alle Differenzen hinweg eint sie das Schweigen, die Abwesenheit in diesen Corona-Zeiten“ (1) — blieb entweder zu Hause oder stellte sich an den Rand von „Querdenken“-Demos und lieferte Journalisten und Parteipolitikern die hetzerischen Schimpf- und Stichworte, die die Medien dieses Mal gerne aufgriffen und weiter verbreiteten. Der Einfachheit halber bezeichnen wir im Folgenden die parlamentarische Linke sowie die außerparlamentarischen Gruppen, die sich selbst links einordnen und den Lockdown verteidigen beziehungsweise verschärfen wollen, als „Linke“ (in Anführungszeichen).

Der Kapitalismus muss kritisiert werden und das Virus ist weltweit real. Aber muss sich die „Linke“ bei der Darstellung seiner Wirkung deshalb auf die reißerischsten Worst-Case-Szenarien stützen? Die Aussagen von Christian Drosten und Lothar Wieler werden nicht infrage gestellt und international wird oft die Stellungnahme des Imperial College, Oxford, mit weltweit horrenden Todeszahlen zitiert. Die „Linke“ glaubt und befeuert das Schock-Narrativ vom „Killervirus“. Im Kampf dagegen steht sie deswegen an der Seite der kapitalistischen Exekutive, die den „Krieg gegen das Virus“ anführt.

Das große WIR, das nun an einem Strang ziehen soll, bringt quasi eine Volksgemeinschaft hervor, die zusammenhalten muss, um die Gefahr abzuwenden. Kritik an der Regierung wird nur geleistet, wenn deren Handeln der „Linken“ zu wenig konsequent erscheint. Sie ist zutiefst davon überzeugt, dass sie die Speerspitze des Gesundheitsschutzes sein muss. Ihr Lieblingswort ist Solidarität — wohlgemerkt über alle Klassen hinweg (2).

Sie stellt sich weiterhin hinter die Aufrechterhaltung der ausgerufenen „epidemischen Lage nationaler Tragweite“, obwohl die sachlichen Voraussetzungen dafür zumindest von Mai bis Oktober — wissenschaftlich betrachtet — fehlten, das heißt, gerade in den Monaten, in denen die Testaktivitäten und damit die Fallzahlen hochgetrieben wurden. In den Sentinelproben der AG Influenza beim Robert Koch-Institut (RKI), die auch SARS-CoV-2 berücksichtigen, spielte zu dieser Zeit Covid-19 keine Rolle mehr.

Mehr als nur hetzerische Schimpf- und Stichworte lieferte dann die Konstruktion der Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane (3), jegliche Verschwörungstheorie sei im Kern antisemitisch, auch dann, wenn sie sich mit ganz anderen Themen beschäftige. Somit wäre „natürlich“ Kritik am Lockdown sogleich „antisemitisch“. Antisemitismus zu bekämpfen sei somit „auch Teil des Gesundheitsschutzes heutzutage“.

Annette Groth, Ex-Mitglied des Bundestages (Die Linke), führte in einem Interview mit dem Blog Promosaik aus:

„Der Vorwurf des Antisemitismus ist in Deutschland das beste Instrument,

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