Impf-Debatte: Anleitung zur Spaltung der Gesellschaft

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27-04-21 10:09:00,

Auch wer die offizielle Darstellung der Corona-Krise voll akzeptiert, müsste sich angesichts der diskutierten „Freiheiten“ für Geimpfte Fragen zur gesellschaftlichen Spaltung und der dafür nötigen Kontrolle stellen. Wer ohnehin zweifelt, sieht nun viele „Verschwörungstheorien“ bestätigt. Von Tobias Riegel.

So schnell ändern sich die Ansichten: Die Ungleichbehandlung zwischen geimpften und nicht geimpften Bürgern wurde noch vor Kurzem als geradezu undenkbar und die Ängste davor als „bösartige Verschwörungstheorie“ bezeichnet. Neben weiteren Politikern und Redakteuren sagte beispielsweise Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Mai, angesichts damaliger Bürger-Sorgen vor dem nun indirekt diskutierten Vorhaben, die Gesellschaft nach ihrem Gesundheitszustand aufzuteilen:

„Auch die Behauptung, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen, ihre Grundrechte verlieren, ist absurd und bösartig. Lassen Sie uns Falschnachrichten und Verschwörungstheorien gemeinsam entgegentreten.”

Der „Verlust“ der Grundrechte kann mit der nun diskutierten fortgesetzten verweigerten „Gewährung“ durchaus verglichen werden. Dieser Eindruck der Rechtlosigkeit Ungeimpfter würde umgekehrt durch die „Gewährung“ von „Freiheiten“ für Geimpfte noch intensiviert.

Niemand hat die Absicht…

Ebenso radikal verändert hat sich der politische und mediale Diskurs gegenüber der für eine Aufteilung nach Gesundheitskriterien nötigen, umfangreichen Kontroll-Infrastruktur. Während vor einigen Monaten das Prinzip eines „Immunitäts-Ausweises“ als „Eintrittskarte“ für alltägliche gesellschaftliche Teilhabe noch offiziell zurückgewiesen wurde, sind Pläne für einen digitalen Impfpass auf europäischer Ebene weit fortgeschritten. Auch in Deutschland wurde bereits ein Unternehmen mit der Umsetzung beauftragt. Zusätzlich werden trotz scharfer Kritik fragwürdige Apps als gesellschaftliche „Eintrittskarte“ bereits offiziell von einzelnen Bundesländern angepriesen. Aber selbstverständlich hat immer noch niemand „die Absicht, einen Immunitätsausweis einzuführen“.

Doch nicht nur wird nun von vielen Politikern und Redakteuren diametral entgegen der eigenen Beteuerungen gehandelt, was den Tatbestand der Täuschung, Manipulation und Heuchelei erfüllt, und was zahlreiche Bürger noch weiter in ein tiefes Misstrauen gegenüber politischen und medialen Beruhigungs-Formeln treiben wird. Zusätzlich wirft die Debatte um „Freiheiten“, die nun Geimpften „gewährt“ werden sollen, weitere gravierende Fragen auf.

Eine ganz offene Spaltung der Gesellschaft

Wie sollen die kurz- und langfristigen gesellschaftlichen Folgen einer so offenen (man könnte auch sagen: brutalen) Spaltung der Gesellschaft abgeschätzt werden? Würde die „Gewährung“ von „Freiheiten“ durch den Staat nicht den (ebenfalls bisher als geradezu absurd zurückgewiesenen) indirekten Impfzwang bedeuten? Wären die Kinder und Jugendlichen wegen der Impf-Priorisierung dann in der Praxis nicht schon wieder und weiterhin die Gruppe,

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