Israels Staatsterrorismus gegen den Iran

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28-04-21 09:24:00,

Mitte April ereignete sich in der wichtigsten iranischen Atomanlage in Natanz ein Bombenanschlag, der dem israelischen Mossad zugeschrieben wird. Das iranische Atomprogramm sei um neun Monate zurückgeworfen. Dieser Anschlag reiht sich ein in eine lange Liste israelischen Staatsterrorismus gegen den Iran und sein Zeitpunkt ist kein Zufall: Parallel laufen in Wien indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran, um beide Länder ohne Gesichtsverlust zurück zu ihren Verpflichtungen des Iran-Deals von 2015 zu holen. Doch Benjamin Netanyahu will diese Verhandlungen sabotieren und taumelt lieber einem offenen, katastrophalen Krieg mit dem Iran entgegen. Von Jakob Reimann

Am Sonntag den 11. April ereignete sich ein Anschlag auf die iranische Nuklearanlage Natanz in der Isfahan-Provinz im Landesinneren. Zunächst kursierte die Vermutung eines Cyberangriffs auf das Stromnetz, doch stellte sich rasch heraus, dass es sich um einen vom Innern der Anlage ausgeführten Bombenanschlag handelte. Die Bombe soll in die Anlage geschmuggelt und via Fernzünder detoniert worden sein. Durch die Explosion wurde das von der Außenwelt isolierte interne Stromsystem zur Versorgung der Zentrifugen „vollständig zerstört“, erklären anonyme israelische und US-amerikanische Geheimdienstquellen gegenüber der New York Times. Laut dem Forschungsleiter des iranischen Parlaments wurden dabei „Tausende Zentrifugen beschädigt oder zerstört“. Zur Zeit des Anschlags waren rund 1.000 Personen vor Ort, die alle in Lebensgefahr gebracht wurden. Auch hätte eine vernichtende Umweltkatastrophe ausgelöst werden können. Natanz ist die wichtigste Atomanlage im Iran, hier wird zu Forschungszwecken sowie im industriellen Maßstab Uran angereichert. Gemeinhin wird berichtet, dass das iranische Atomprogramm durch den Anschlag um sechs bis neun Monate zurückgeworfen wurde. Teheran vermutete Israel als Schuldigen und präsentierte kurz darauf den 43-jährigen Reza Karimi, der im Auftrag des israelischen Mossad-Geheimdiensts den Anschlag ausgeführt haben soll, jedoch bereits aus dem Iran geflohen sei.

Der Mossad steckt hinter dem Anschlag

Es gehört zur Politik der israelischen Regierung, militärische oder Geheimdienstoperationen, die ihr vorgeworfen werden, in aller Regel weder zu bestätigen noch zu dementieren. Beim Natanz-Anschlag verdichten sich hingegen die Kommentare, Leaks und Einschätzungen, die alle in nur eine Richtung deuten: So identifiziert das israelische öffentlich-rechtliche Kan Radio unter Berufung auf anonyme Quellen den Mossad hinter dem Anschlag und auch die rechtslastige, Netanyahu-freundliche Jerusalem Post titelte unter Berufung auf „westliche Quellen“: „Mossad hinter Angriff auf iranische Nuklearanlage Natanz“.

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