Journalismus am Scheideweg

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28-04-21 03:20:00,

Was steht am Anfang? Diese Frage ist bedeutend für die Positionierung innerhalb und gegenüber der Medienwelt.

Ist es der Körper, der die Ausgangslage bestimmt, und erst nachfolgend kommen Psyche und Denkvorgang? Oder ist der Körper die letzte äußere Erscheinung und Ausdruck eines seelisch-geistigen Prozesses? Diese Fragen sind entscheidend und deren Beantwortung bewirken eine eigene Stellungnahme und Positionierung auch den Medien gegenüber. Warum? Weil das Bewusstsein eine konkrete Orientierung braucht, um in die Unterscheidungsbildung gelangen zu können. Ohne Unterscheidungsbildung ist der Mensch verloren. Sie wird zudem auch erschwert durch die Informationsüberflutung, die begünstigt und gefördert wird durch die Digitalisierung. Ein Zitat von Heinz Grill lautet:

„Der Einzelne darf sich heute nicht mehr auf die Medien verlassen, sondern er muss selbst das Denken lernen“ (1).

Das Menschenbild, welches von den drei großen irdischen Mächten, der Kirche, den Medien und der Politik, gelebt wird, schließt das Seelisch-Geistige des Menschen aus.

Sie schließen jene Anteile der Seele — das klare Denken, das empfindsame Fühlen und entschlossene Wollen — aus, die in Verbindung stehen mit dem Geist (2) oder anders formuliert mit dem Ich.

Stattdessen arbeiten diese Mächte mit den Begehrensströmen, den Emotionen und dem intellektuellen, interpretierenden und projizierenden Denken. Den Ausgangspunkt bildet der Körper, die Materie, und macht die Menschheit abhängig. Materialistische Bedürfnisse zur Befriedigung des Körpers erzeugen die psychischen Verhältnisse und beeinflussen das Denken. Dieses Abhängigkeitsgefühl macht ein freies Denken unmöglich. Der Mensch denkt in Mustern und in vorgefertigten Prozessen, die nach dem irdisch-materialistischen Leben ausgerichtet sind.

Würde beispielsweise die herkömmliche Schulmedizin davon ausgehen, dass der Körper das End-Glied im menschlichen Dasein darstellt und immer ein Ergebnis davon ist, wie der Mensch sich in Beziehung bringen kann zu höheren moralischen Werten und irdischen Verhältnissen, dann wären die Behandlungsmethoden nicht nur eine Symptombehandlung, sondern ein Forschen und Suchen nach Entwicklungsschritten, die für den Einzelnen anstehen und eine Wirkung auf den Körper haben. Auch wäre der Tod nicht ein Schreckgespenst, sondern eine logische Erscheinung im Leben.

In der weiteren Folge könnte die Vorstellung aufgebaut werden, dass Seuchen und Viren eine förderliche Herausforderung für die Menschheit darstellen im Sinne der Entwicklung. Wie können Lebensbedingungen aufeinander abgestimmt werden oder anders formuliert: Was muss der Mensch lernen und entwickeln, um eine Integration, eine Unversehrtheit von Geist, Seele und Körper oder irdischen, natürlichen Verhältnissen zu fördern?

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