#allesdichtmachen: Zu Kreuze kriechen oder Berufsverbot? | KenFM.de

#allesdichtmachen:-zu-kreuze-kriechen-oder-berufsverbot?-|-kenfm.de

29-04-21 02:31:00,

Von Hubert von Brunn.

Ja, ja, mit der Meinungsfreiheit ist das so eine Sache in unserer ach so demokratischen Gesellschaft. „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (…) Eine Zensur findet nicht statt.“ So steht es zumindest in unserem Grundgesetz, Art. 5. Die von 53 bekannten Schauspielern unter dem Hashtag #allesdichtmachen initiierte Kampagne, die sich in ironischen Beiträgen mit der Corona-Politik und der regierungskonformen Berichterstattung dazu auseinandersetzt, hat nun in erschreckender Weise genau das Gegenteil bewiesen.

Meinungsfreiheit ist nur dann gegeben, wenn die zum Ausdruck gebrachte Meinung auch die richtige ist. Was richtig und was falsch ist, hängt natürlich in erster Linie davon ab, was gesagt wird, aber auch davon, wer es sagt. Nehmen wir z.B. die Oberdreckschleuder Jan Böhmermann. Er darf in seiner „Satire“-Sendung noch so unverschämt und ehrverletzend über andere herziehen – no problem, er steht ja auf der richtigen Seite. In dem vorliegenden Fall ist besonders pikant, dass die Kritiker, die sich hier zu Wort melden, nicht irgendwelche Nonames sind und auch keine Figuren, die aufgrund der veröffentlichten Meinung sowieso schon in einer rechten Ecke stehen. Nein, hier ist es die Crème de la Crème der derzeit Filmschaffenden in Deutschland, und es sind nicht nur zwei oder drei, nein, es sind mehr als 50. Das sollte denen, die sich so furchtbar über dieses Projekt empören, doch zu denken geben. Tut es aber nicht. Falsche Meinung ist falsche Meinung, basta! Wer sie von sich gibt, ist scheißegal.

Liefers: „Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht“

Die Schauspiel-Stars wollten einfach nicht mehr die Klappe halten und verpackten ihre Kritik an dem Corona-Wahnsinn und den hilflosen bis widersinnigen Lockdown-Maßnahmen der Regierung in ironisch-bissige Statements. Jan Josef Liefers, einer der Wortführer der Kampagne, etwa postet: „Verantwortungslosen, menschenverachtenden Ärzten und Wissenschaftlern, die zu anderen Schlüssen kommen als die beratenden Experten unserer Regierung (…), dürfen wir keine Bühne geben. Schließlich wissen nur ganz wenige Spezialisten, was wirklich gut für uns ist. Wir sollen einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die Pandemie. (…) Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht.“

Kollege Ulrich Tukur ätzt an die Bundesregierung gerichtet: „Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: