Die Verdummungsprofis

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29-04-21 01:28:00,

Die „Impfluencer“-Werbekampagne der Bundesregierung lässt tief blicken. Denn sie deckt die Einstellung der Bundesregierung zu den Bürgern, zur Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sowie das Recht auf personelle Selbstbestimmung auf.

Der offensichtliche Taschenspielertrick mit Testimonials, die das beworbene Produkt allerdings noch gar nicht „getestet“ haben, wurde ja bereits kurz nach Erscheinen dieser dilettantischen Konsumentenwerbung aufgedeckt. Die Verwendung solch plumper Reklametricks ist aus werbefachlicher und ethischer Sicht definitiv abzulehnen, da sie das Werbeobjekt und den Auftraggeber unglaubwürdig erscheinen lassen und damit faktisch nach hinten losgehen.Natürlich wird diese Werbeform dennoch tagtäglich angewandt.

Und Testimonials mögen auch adäquat sein für Energydrinks oder Bratwürste. Wenn es allerdings um die Gesundheit der Bürger geht, ist eine Konsumproduktkampagne mehr als fragwürdig.

Der Einsatz von mehr oder weniger deutlichen Werbelügen zeugt immer von einer Geringschätzung des Werbenden gegenüber seinen Adressaten — ganz nach dem Motto, das merkt der Empfänger schon nicht.

Und es zeugt obendrein von einer Verachtung für den Bürger und seine Gesundheit, wenn die Gabe eines Impfstoffs genauso „beworben“ wird wie reine Konsumartikel, die zwar gesundheitlich auch bedenklich sind, aber zumindest nicht in den Körper injiziert werden und deren Nebenwirkungen noch in einem persönlich leicht zu bestimmenden Verhältnis stehen. In diesem Fall stimmen die Auswahl des Werbeträgers und die verwendete Tonalität nicht mit den vorgeblichen Zielen des Bürgerwohls und der gesundheitlichen Aufklärung überein.

Besonders im Plakatmotiv mit Günther Jauch steckt aber noch weitaus Brisanteres. Denn es zeigt auf, welche Einstellung die Bundesregierung zur Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit und dem Grundrecht auf Selbstbestimmung hat. Unabhängig von der Umsetzung der sogenannten KISS-Regel (1), der die Publikumswerbung überwiegend folgt und die für das Muster steht, dass die Werbebotschaft kurz, einfach und intellektuell eher unterfordernd gehalten sein soll, vielleicht dazu mit einer Prise humoristischer Überspitzung versehen, zeugt die Gestaltung des Texts aber von der Verachtung der Grundrechte. Da nützt auch das typografische Deckmäntelchen der direkten Rede nichts, also der Darstellung als Zitat des im Bild dargestellten Promis. Denn erstens müsste für ein echtes Zitat der Name des Zitierten unter diesem genannt werden und zweitens gilt auch dann, dass der Publizierende sich diese Aussage zu eigen macht.

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen frei auf eine Frage antworten: Das ist echte Meinungsfreiheit. Nun werden Ihnen vier Antworten vorgegeben: Das ist geführte Meinungsfreiheit. Wobei es sich aber bei Ihren vier möglichen Antwortmöglichkeiten jedoch immer genau um die identische Antwort handelt,

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