Wird Präsident Zeman nach seiner Rede über die Vorwürfe gegen Russland wegen Hochverrat angeklagt? | Anti-Spiegel

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29-04-21 11:09:00,

Die Posse um die tschechischen Vorwürfe, russische Agenten wären für Explosionen in einem tschechischen Munitionslager im Jahre 2014 verantwortlich, zieht immer absurdere Kreise. Nun geht es auch noch um Explosionen in Bulgarien und der tschechische Präsident soll wegen Hochverrat angeklagt werden.

Die Geschichte rund um die tschechischen Vorwürfe war auch so schon merkwürdig genug. Zur Erinnerung schauen wir uns noch einmal die Chronologie an, bevor wir auf die Meldungen der letzten Tage kommen.

Die tschechischen Anschuldigungen

2014 gab es Explosionen in einem Munitionslager in Tschechien, die auch nach sieben Jahren noch nicht aufgeklärt werden konnten.

Am 13. April 2021 wurden in Moskau drei Männer verhaftet, die einen Putsch in Weißrussland geplant haben. Das lässt sich nicht bestreiten, denn der russische Geheimdienst hat ihre Treffen gefilmt, bei denen sie die Putschpläne besprochen haben, und die Aufnahmen veröffentlicht. Und da es sich um bekannte Oppositionelle handelt, lässt sich die Echtheit der Aufnahmen nicht bestreiten. Die Festnahmen waren westlichen Geheimdiensten am gleichen Tag bekannt und der Putschversuch war Thema bei dem Telefonat zwischen Putin und Biden am 14. April.

Die Verhaftungen wurden von russischen Medien aber nicht sofort, sondern erst am 17. April gemeldet Die westlichen Geheimdienste hatten also fast eine Woche Zeit, sich eine Strategie zu überlegen, um von der Geschichte abzulenken.

Zum Schlüsseltag wurde der 17. April. An dem Tag haben die Geheimdienste Russlands und Weißrusslands die Festnahmen gemeldet und die Videos der Gespräche der Putschisten veröffentlicht. Die westlichen Medien haben das Thema aber praktisch komplett verschwiegen.

Tschechien hat ebenfalls am 17. April gemeldet, dass russische Agenten die Explosionen in einem tschechischen Munitionslager im Jahr 2014 verursacht haben sollen, Belege allerdings wurden nicht präsentiert, die tschechische Regierung hat sich auf Geheimdienstberichte berufen. Darüber haben die westlichen Medien – im Gegensatz zu dem vereitelten Putschversuch in Weißrussland – ausführlich berichtet.

Aus Sicht der Gegner Russlands war es ein positiver Nebeneffekt, dass der tschechische Vize-Ministerpräsident Jan Hamáček am folgenden Montag nach Moskau fliegen sollte, um über eine Lieferung des russischen Impfstoffs Sputnik-V zu verhandeln. Die Reise wurde wegen der angeblichen russischen Schuld an den Explosionen abgesagt.

Am Montag dem 19. April hat Tschechien mitgeteilt, gleich 18 russische Diplomaten auszuweisen. Dem Beispiel folgten auch andere EU-Staaten und Russland antwortete wie immer in solchen Fällen „gespiegelt“ und hat ebenfalls Diplomaten ausgewiesen.

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