Segregation als Druckmittel? Sonderrechte für Corona-Geimpfte und Lockdowns zur Steigerung der Impfbereitschaft…Ungeimpfte nie wieder Grundrechte? (Op-Ed)

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30-04-21 02:42:00,

Gleichwohl Gesundheitsminister, Jens Spahn, und andere Amtsträger noch vor kurzem Sonderrechten für Geimpfte ein klares Nein erteilten, sind einige Bundesländer bereits vorgeprescht und haben diese kurzerhand eingeführt. Zumal die Begrifflichkeiten inzwischen eine Metamorphose durchlaufen haben und man nunmehr von „Erleichterungen“ spricht, werden jene Wortspiele gleichzeitig als Relativierung angeführt, dass es sich nicht um eine segregierende Bevorzugung handele. Höchst interessant, wo dieser nicht überraschende Sinneswandel herrührt. Das ARD dazu:

Das RKI sei zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, geringer sei als bei negativ Getesteten, sagte Spahn. „Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat, zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht“, so der Gesundheitsminister. 

Unglücklicherweise sind die Schlussfolgerungen des RKI nicht nachvollziehbar, da der Seuchen-Watchdog es bislang verweigert diese Erkenntnisse zwecks Evaluierung zur Verfügung zu stellen. Welche spezifische Studie hat dem RKI bestätigt, dass vollständig Geimpfte weniger Transmissibilität aufweisen, als negativ Getestete? Und noch viel wichtiger, beruhen diese Annahmen auf PCR-Testergebnissen? Denn wenn es sich so verhielte, wohnt diesen schier keine Aussagekraft inne. Nach der ewig hinterherhinkenden Weltgesundheitsorganisation (WHO), wartet das massenweise Durchtesten asymptomatischer Kohorten mit irreführenden Resultaten auf. Die WHO wörtlich:

Die WHO-Leitlinien für Diagnosetests auf Sars-Cov-2 besagen, dass es einer vorsichtigen Interpretation von schwach positiven Ergebnissen bedarf. Der Zyklusschellenwert (Ct), der notwendig ist um das Virus nachzuweisen, ist umgekehrt proportional zur Viruslast des Patienten. Wenn Testergebnisse nicht mit dem klinischen Erscheinungsbild übereinstimmen, sollte eine neue Probe entnommen und unter Verwendung derselben, oder anderer NAT-Technologie nachgetestet werden. (…)

Die meisten PCR-Assays werden als Diagnosehilfe angegeben, deswegen müssen Gesundheitsdienstleiter alle Testergebnisse in Kombination mit dem Zeitpunkt der Probennahme, dem Probentyp, Testspezifitäten, klinischen Beobachtungen, der Krankengeschichte des Patienten, dem bestätigten Status aller Kontaktpersonen und epidemiologischen Informationen berücksichtigen.“

Die Bundesregierung mauert bislang, wenn es darum geht das hierzulande installierte Test-Regime zu dechiffrieren. Der doch recht aus der homogenen Journalisten-Masse herausstechende Boris Reitschuster, hakt diesbezüglich bei der Bundespressekonferenz kontinuierlich nach, hat allerdings bis dato keine plausible Antwort erhalten.

Demnach ist davon auszugehen, dass die Bundesregierung und ihr abgeschirmter Beraterstab, die WHO-Richtlinien schier nicht berücksichtigen. Wieso besteht kein Interesse daran eine einheitliche Verfahrensweise auf die Beine zu stellen? Weshalb ist es Labors augenscheinlich immer noch gestattet Proben bis zur Unkenntlichkeit zu amplifizieren?

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