Was der Spiegel seinen Lesern über die aktuelle Corona-Pressekonferenz verschweigt | Anti-Spiegel

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30-04-21 03:25:00,

Am Donnerstag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Krankenpfleger zur Pressekonferenz mitgebracht, der Spahn allerdings kräftig die Leviten gelesen hat. So hatte Spahn sich das sicher nicht vorgestellt. Aber Gott sei dank verschweigen “Qualitätsmedien” wie der Spiegel ihren Lesern das.

Der Krankenpfleger, den Spahn zur Regierungspressekonferenz mitgebracht hatte, sollte für die Öffentlichkeit anscheinend die Maßnahmen der Regierung loben. Das allerdings ist nach hinten losgegangen, denn der Krankenpfleger hat die Regierung massiv kritisiert. So hat er erzählt, es gäbe kein Problem mit Intensivbetten, es gäbe ein Problem beim Personal. Und das sei hausgemacht, also von der Politik und Herrn Spahn selbst geschaffen worden.

In der Sache sagte Krankenpfleger Lange da nichts Neues: Die Bezahlung in der Pflege ist schlecht, die Arbeitsbedingungen sind noch schlechter, da muss man sich nicht wundern, wenn es zu wenig Menschen gibt, die in der Pflege arbeiten wollen. Die Regierung fasst das Problem jedoch nicht an, sie könnte schließlich zum Beispiel morgen höhere Mindestlöhne für Pflegeberufe beschließen. Aber das will sie nicht, denn dann müssten private Krankenhäuser und Pflegeheime höhere Löhne bezahlen und das verhindert deren Lobby.

Auch das Argument, dass die vom Staat gehaltenen Krankenhäuser dann höhere Kosten haben und der Staat sich das nicht leisten kann, ist gelogen. Geld ist genug da, die Bundeswehr bekommt Milliarden zusätzliches Geld jedes Jahr und mit einem Bruchteil davon ließen sich morgen bessere Arbeitsbedingungen und Löhne in der Pflege finanzieren.

Auf dem Anti-Spiegel habe ich das immer wieder thematisiert. Hier finden Sie Informationen darüber, wofür zweistellige Milliardenbeträge ausgegeben werden, mit denen man die Probleme Altersarmut und Pflegenotstand morgen lösen könnte. Dass die Mindestlöhne in Deutschland zu niedrig sind, ist auch nicht neu, sogar die UNO spricht bei Deutschland inzwischen von „Niedriglöhnen“, wie Sie hier nachlesen können. Der Grund ist, dass die Mindestlöhne in Deutschland viel niedriger sind, als in vergleichbaren Ländern – Deutschland ist bei dem Thema Schlusslicht, wie Sie hier nachlesen können. Wie man die Probleme alle auf einen Schlag lösen könnte, ohne dass es den Staat mehr kostet und ohne dafür die Sozialversicherungsbeiträge anzuheben, habe ich hier ausgeführt.

Was Krankenpfleger Lange gesagt hat

Krankenpfleger Lange ist auf der Regierungspressekonferenz auf die Misere in den Bereichen Gesundheit und Pflege ausführlich eingegangen. Er hat erzählt, dass es keine Probleme mit Intensivbetten gibt,

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