„Es geht um sehr viel Macht und Geld“ – Der PCR-Test und die Chancen für die Aufklärung

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03-05-21 07:23:00,

Der Umgang der Medien mit dem PCR-Test ist Thema eines Beitrages von Alexander Jacobi in einer Fachzeitschrift. Der Autor ist Anwalt und Honorar-Professor an der Universität Leipzig. Sein Ausgangspunkt sind juristische Entscheidungen, die sich auf die offiziellen und medialen Darstellungen zum PCR-Test stützen. Jacobi analysiert, warum diese einseitig sind und wichtige Aspekte weglassen. Zugleich macht er darauf aufmerksam, dass andere wichtige Perspektiven auf das Thema in alternativen Medien zu finden sind, die er als „moderne Medien“ bezeichnet. Der PCR-Test sei ein Grundbaustein der offiziellen Pandemie-Politik. Warum er Zweifel daran sowie an der Berichterstattung der etablierten Medien für wichtig hält und wie er diese begründet, erklärt er im Interview mit Multipolar. Dabei geht sein Blick über die Covid-19-Pandemie hinaus.

TILO GRÄSER, 3. Mai 2021, 0 Kommentare

Multipolar: Professor Jacobi, Sie haben in der Fachzeitschrift für Wirtschaftsrecht „ZInsO – Zeitschrift für das gesamte Insolvenz- und Sanierungsrecht“ eine Analyse dazu veröffentlicht (1), wie der PCR-Test in den Medien dargestellt wird. Warum macht ein Anwalt und Professor, der Rechtsphilosophie lehrt, das?

Jacobi: Dies hat dreierlei Gründe. Der Hauptgrund ist unabhängig von meiner Tätigkeit als Anwalt oder Dozent. Ich bin als Mensch schlicht daran interessiert, nachzufragen, welche Grundlage Maßnahmen haben, die massiv bisher selbstverständliche Freiheitsrechte einschränken oder gesellschaftliche Veränderungen beginnen, bei denen ich ein ungutes Gefühl habe. Würde ein Krieg von der Politik beschlossen werden und würden – als dystopisches Beispiel – im Kontext der Ukrainesituation nunmehr deutsche Truppen als „humanitärer Friedenseinsatz“ an der russischen Grenze stationiert werden, nachdem die Ukraine in die NATO eingetreten ist, dann würde ich auch sehr genau nachfragen. Und ich würde noch genauer nachfragen, wenn es zu Kriegshandlungen kommt, in deren Folge Menschen sterben.

Zweitens: Als Dozent an der Universität Leipzig war mir seit März 2020 klar, dass ich dieses Thema in den rechtsphilosophischen Rahmen der alljährlichen Vorlesung einbaue. Denn aktuelle politische oder gesellschaftliche Lebensvorgänge sind die Grundlage des Rechts. Thema war der bekannte Text von Immanuel Kant „Was ist Aufklärung?“ im Kontext der Frage, wie sich Gerichte unabhängig von massenmedialen Einflüssen eine eigene Meinung bilden können, um im Sinne von Demokratie und Gewaltenteilung ein objektives Urteil fällen zu können – soweit dies erkenntnistheoretisch eben möglich ist.

Drittens: Als Anwalt liegt es natürlich mehr als nahe, mich damit auch rechtlich zu beschäftigen, auch wenn es nicht mein eigentliches Arbeitsgebiet ist.

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