Das Kinderopfer

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04-05-21 01:59:00,

Heute bekam ich aus dem Kreis meiner Familie, die in einem wohlhabenden Land lebt, einen schockierenden Anruf. Ein 19-jähriger junger und noch nicht stabiler Erwachsener, den ich sehr ins Herz geschlossen habe, hat sich bei den Freunden seiner Wohngemeinschaft, in der er seit Längerem lebt, schriftlich verabschiedet, ließ Handy und Computer als deren zukünftigen Besitz zurück und wird seit Tagen von der Familie und Polizei ergebnislos gesucht. Es war, als wäre ein Stück von mir gegangen.

Dieser junge Mann hat sich inzwischen aus einer nahegelegenen Stadt telefonisch bei der Mutter gemeldet. Er lebt also. Nähere Umstände sind mir noch nicht bekannt. Doch was auch immer geschehen ist, das eine weiß ich seit Langem und wiederhole es als Vater, Großvater, ehemaliger Lehrer, Schulberater und Schulpsychologe, als Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe das x-te Mal:

Ihr Väter und Mütter, Ihr Lehrpersonen, Erzieherinnen und Erzieher, Ihr Betriebsmeister, Freunde, Verwandte und Bekannte, sprecht mit Euren Kindern, mit den Euch anvertrauten oder mit Euch lebenden Jugendlichen, seid ihnen erstrebenswerte Vorbilder, hört ihnen zu und versucht zu erfahren, wie es ihnen wirklich geht, wie sie sich fühlen, was ihnen am Herzen liegt!

Seit Monaten nehmen Depressionen, Lebensängste, Suizidgedanken und vollendete Suizide unter der jungen Generation sprunghaft zu.

Kinder sagen ihren Müttern, dass sie nicht mehr leben wollen. Psychologen und Jugendpsychiater in psychiatrischen Anstalten schlagen Alarm. Doch viele Erwachsene schlagen alle Warnungen in den Wind, wissen es besser, haben zu Hause oder in der Schule, im Verein, im Betrieb oder in der Wohngemeinschaft gar keine Probleme; die haben nur die anderen.

Wie soll sich die Jugend in einer Welt zurechtfinden, in der wir Erwachsene uns schon lange nicht mehr zurechtfinden, weil sie aus den Fugen geraten ist? Jeden Tag kommen neue Anweisungen „von oben“ — um vorgeblich unsere Gesundheit zu schützen:

Man raubt uns die Freiheit, der Jugend werden keine privaten und beruflichen Perspektiven mehr eröffnet, viele Familien wurden und werden weiterhin in den finanziellen Ruin getrieben, das Gesicht wird durch sogenannte Schutzmasken entstellt und ist für den Gesprächspartner nicht mehr erkennbar, von den Familienmitgliedern, Klassenkameraden, Arbeitskollegen, Freunden und anderen Mitmenschen sollte man sich tunlichst distanzieren, die körperliche Unverletzlichkeit und Freiwilligkeit ist trotz Nürnberg-Kodex von 1947 durch den allgemeinen Impfzwang nicht mehr gewährleistet und so weiter und so fort.

Und diejenigen freien Geister — inzwischen auch Schauspieler —,

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