Das radikal Böse

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04-05-21 02:22:00,

Wenn rund um den Erdball tagtäglich auf der Basis eines diabolisch und akribisch konstruierten Killervirus-Märchens unzählige Menschen in den Tod getrieben, Kinder und Alte körperlich und seelisch misshandelt, die Grundrechte einkassiert und die Ökonomien systematisch zerstört werden, dann haben wir es nicht einfach nur mit dem Bösen zu tun, sondern mit dem „radikal Bösen“ im Sinne Hannah Arendts. Diesen Begriff bezieht Arendt auf Gräueltaten, die, wie der Nationalsozialismus und der Stalinismus, „nicht hätte(n) passieren dürfen“, die man „unter keinen Umständen akzeptieren kann“ und für die es „keine Strafe gibt, die adäquat wäre“ (1).

Mit dem Phänomen des Bösen haben sich viele Philosophen beschäftigt, und einige hochbedeutende Vertreter dieser Zunft sind dabei — vom heutigen Standpunkt aus betrachtet — kläglich gescheitert. Doch der Reihe nach. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass Immanuel Kant zuzustimmen ist, wenn er der Natur des Menschen sowohl die Anlage zum Guten als auch den Hang zum Bösen zuschreibt. Der Königsberger Philosoph widerspricht damit einem anderen großen Denker, Gottfried Wilhelm Leibniz, der davon überzeugt war, dass der Mensch sich vom Bösen befreien könne.

Doch wie sollte der Mensch sich jemals von etwas befreien können, das seit jeher zu seiner Natur gehört? Aber Kant selbst kommt auch nicht viel besser weg, denn dieser leitet aus der Befähigung des Menschen zum vernünftigen Gebrauch der Freiheit ab, dass der Mensch zumindest darauf hoffen könne, sich auf dem Weg eines beständigen Fortschritts zum Guten, zum Besseren zu befinden.

Aus heutiger Sicht kommt man nun aber gar nicht darum herum, diese Hoffnung Kants ein für alle Mal ad acta zu legen, denn die auf ihn folgenden Jahrhunderte waren geprägt von Kriegen, Gemetzeln und nie zuvor gesehenen Völker- und Massenmorden, in denen der Mensch als blutrünstige Bestie in Erscheinung trat.

Auch der gegenwärtige weltumspannende Corona-Humanozid, eines der größten, wenn nicht das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, führt uns vor Augen, dass die Menschheit nicht im allergeringsten Maße zur Reife fähig ist, sondern ganz im Gegenteil immer tiefer in der Barbarei versinkt.

Freilich wird solchen anthropokritischen Äußerungen regelmäßig mit dem Vorwurf der Schwarzseherei begegnet, denn: „Alles ist erlaubt, außer am Menschen zu zweifeln“, wie der französische Romancier Louis-Ferdinand Céline hervorhob. Indes: „Pessimismus ist nur ein anderer Ausdruck dafür, sich nichts vorzumachen“, so Günther Anders im Jahre 1990, also zwei Jahre vor seinem Tod,

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