Die nächste Kriegswelle

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04-05-21 02:10:00,

Liebe Friedensfreunde,

wir stehen hier, weil der Frieden bedroht ist.

Nicht in kleinen Stücken, daran haben wir uns ja schon gewöhnt in den letzten Jahren, dass die Welt in einen Flickenteppich aus Kriegszonen und Friedenszonen geteilt wird — nein, es geht um keinen kleinen Krieg, es geht um einen großen. Den großen, der so nah ist wie seit der Kubakrise in den Sechzigern und dem Able-Archer-Manöver der NATO in den Achtzigern nicht mehr. Das Land, in dem dieser Krieg seinen Anfang nehmen könnte, ist die Ukraine.

Genau genommen, die Frontlinie des Bürgerkriegs, der dort seit inzwischen sieben Jahren brodelt. Die Berichterstattung über diesen Krieg steigt und fällt wie der Wasserpegel eines Flusses; zurzeit herrscht gerade Hochwasser.

Die Nachrichten sind voll mit Meldungen über „russische Aggression“, mit Aufforderungen deutscher Politiker, Russland möge seine Truppen von seiner Grenze zurückziehen; selbst der Tod zweier ukrainischer Soldaten fand den Weg in die deutsche Nachrichtenlandschaft.

Als wäre seit den letzten großen Gefechten im Frühjahr 2015 um Debalzewo in all den Jahren niemand in diesem Krieg ums Leben gekommen.

Nicht geredet wird darüber, was da in der Ukraine an die Macht gekommen ist.

Während wir hier stehen, findet in Kiew ein Marsch zu Ehren der Waffen SS-Division Galizien statt, gefördert vom Medienliebling Klitschko, ehemals Boxer und Werbestar, seit 2014 Bürgermeister von Kiew.

Nein, es gibt keine Nazis in der Ukraine…

Ja, es wird sogar debattiert, der Ukraine Waffen zu verkaufen.

Die Bundesrepublik verkauft bekanntlich gern Waffen und ist auch nicht allzu wählerisch, was die Kundschaft angeht.

Die Schiffe, die an Saudi-Arabien geliefert wurden, helfen schließlich auch mit, die Bevölkerung des Jemen auszuhungern. Geht ja nur um defensive Waffen, wird da in Berlin gemurmelt, Flugabwehrraketen zum Beispiel.

Die Donbass-Milizen haben aber keine Luftwaffe, und mit der russischen Luftwaffe bekäme es die Ukraine nur zu tun, wenn sie es selbst provoziert. Durch einen Angriff auf die Krim zum Beispiel. Den der ukrainische Präsident, der frühere Komediant Selensky, schon per Erlass zum Staatsziel erklärt hat.

Die deutschen Medien und selbst die deutsche Politik — die es besser wissen muss — behaupten, der Donbass sei von Russland besetzt. Nun, wir leisten seit sieben Jahren dort humanitäre Hilfe, ich habe mit eigenen Augen gesehen, was dort geschieht.

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