Forum Schule – Das schreiben uns Lehrer und Erzieher

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04-05-21 09:21:00,

Wie klein oder groß die Gruppe der Pädagoginnen und Pädagogen ist, die Bauchschmerzen hat angesichts des Corona-Managements an den Schulen, ist unklar. Offensichtlich ist aber, dass diejenigen, die an unser „Forum Schule“ geschrieben haben, ihre Kritik nicht offen äußern durften – oder aber dafür gemaßregelt oder beschimpft wurden. Was Lehrer und Erzieher über den Zustand ihrer Schüler nach einem Jahr Corona-Schooling und Kontaktverboten schreiben, ist jedenfalls beklemmend. Fast alle fordern auch grundlegende Reformen im Schulbereich. Von Sandra Reuse und Ralf Lankau.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Rund 50 Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher haben sich nach unserem Aufruf zum „Forum Schule – wie weiter?“ gemeldet. Es sind überwiegend lange Zuschriften, die von großer Sorge um die Gegenwart und Zukunft der Schüler geprägt sind. Beschrieben werden massive Schwierigkeiten, den eigenen pädagogischen Ansprüchen gerecht zu werden, unter den Bedingungen von Hygienevorschriften, Distanz- und Wechselunterricht. Fast alle äußern auch tiefe Zweifel und Kritik am Status Quo des Schulsystems. Diese Lehrer sind zweifelsohne eine Minderheit, nicht vertreten durch die laut trommelnde Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), die strengste Hygienemaßnahmen, Schulschließungen ab Inzidenzwert 100 und ein schnelles Durchimpfen aller Kinder fordert (sobald die Lehrer dran waren).

Das Forum „Schule – wie weiter?“ soll dazu dienen, alle Perspektiven auf die Corona-Maßnahmen und den Schulbetrieb sichtbar zu machen, auch die Einschätzungen und Meinungen, die in der öffentlichen Debatte bislang noch nicht so sichtbar geworden sind. Wir wollen damit einen Beitrag leisten zu einem Stück gelebter Partizipation in der Demokratie, in der nicht nur diejenigen gehört werden dürfen, die gut und lautstark organisiert sind.

So sehen die Lehrer die Schüler nach einem Jahr Corona-Schooling

Dies ist um so wichtiger, als es sich bei den Schülerinnen und Schülern um Schutzbedürftige handelt, die ganz überwiegend für sich selbst nicht eintreten können. Die Beschreibungen der Pädagoginnen und Pädagogen, wie es den Schülern geht nach einem Jahr Corona-Schooling, sind allesamt beklemmend. Bestätigt werden die vielen dringlichen Warnungen von Ärzten, Psychologen und medizinischen Fachgesellschaften über die psychosozialen und körperlichen Risiken, die mit der Vereinzelung, der Digitalisierung und dem staatlich verordneten Bewegungsmangel (Sportverbote) einhergehen.

Eine Lehrerin schreibt:

„Am meisten besorgt mich der Gesundheitszustand der Jugendlichen (Bewegungsarmut vor dem Bildschirm,

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