SS-Gedenkmarsch in Kiew und ein mögliches Zurückrudern der USA | Anti-Spiegel

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04-05-21 07:17:00,

Das letzte Ukraine-Update auf dem Anti-Spiegel ist schon zwei Wochen alt und die Ukraine ist ein wenig aus den Medienberichten verschwunden. Daher ist es an der Zeit, die Ereignisse der letzten zwei Wochen zusammenzufassen.

Um die Ukraine ist es derzeit wieder etwas ruhiger geworden. Ob das daran liegt, dass Russland vor allem den USA sehr deutlich seine „roten Linien“ aufgezeigt hat, ist Spekulation, aber es spricht einiges dafür. Man kann durchaus Parallelen zu den Ereignissen um die Krim 2014 erkennen. Daher will ich zunächst auf diesen spekulativen Teil und die Prallelen zu 2014 eingehen, bevor wir zu den Ereignissen der letzten zwei Wochen kommen.

Die Ereignisse von 2014

Nach dem Maidan setzte Kiew Truppen in Richtung Krim in Bewegung und auch US-Kriegsschiffe waren vor der Krim aktiv. Anfang März 2014 stand ein von den USA unterstütztes Eingreifen der ukrainischen Armee auf der Krim im Raum, das zwangsläufig zu einem direkten militärischen Zusammenstoß zwischen ukrainischen und russischen Truppen geführt hätte. Es gab damals Meldungen, dass ein russisches Flugzeug den US-Zerstörer „Donald Cook“ im Schwarzen Meer mit einer Radiowaffe „abgeschaltet“, also seine Elektronik lahmgelegt hat und dass alle Bildschirme an Bord schwarz geworden sind. Das Schiff und seine Waffensysteme waren blind. Als das Schiff danach in einen rumänischen Hafen eingelaufen ist, hat das Pentagon gemeldet, dass 28 Soldaten der Besatzung den Dienst quittiert haben.

Interessant ist, was damals hinter den Kulissen abgelaufen ist. Zum Jahrestag der Vereinigung Russlands mit der Krim ist in Russland eine sehr interessante Reportage mit dem Titel „Krim – Der Weg in die Heimat“ erschienen, der die Ereignisse vom Maidan bis zur Vereinigung der Krim mit Russland nachgezeichnet hat. Es gibt davon eine mit deutschen Untertiteln versehene Version, die ich sehr empfehlen kann. Sie finden Sie hier.

In dieser Reportage wurde auch Putin ausführlich interviewt und er hat interessante Details erzählt. Er erzählte von einem Telefonat mit Obama in den Tagen, in denen er Obama mitgeteilt hat, auf der Krim leben Russen und Russland sei bereit, diese Russen bis zum letzten zu verteidigen und er fragte Obama, ob der auch bereit sei, für die Krim so weit zu gehen, wie Russland. Das war eine der roten Linien, die Russland gezeigt hat. Parallel dazu hat Russland hochmoderne Anti-Schiffsraketen vom Typ Bastion auf der Krim so aufgestellt, dass US-Satelliten sie sehen mussten und dann mit diesen Raketen US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer ins Visier genommen.

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