#allesdichtmachen: Die Manipulation von „lechts“ und „rinks“

#allesdichtmachen:-die-manipulation-von-„lechts“-und-„rinks“

05-05-21 09:09:00,

Viele Medien berichten aktuell über die Künstler-Aktion, als würde ein Kriminalfall untersucht und alle Unterstützer seien Komplizen bei einer „neurechten“ Schandtat. Dabei wird die Umdeutung von Begriffen wie „rechts“ und „links“ weiter vorangetrieben und mit dem Vorwurf der „Kontaktschuld“ gearbeitet. Von Tobias Riegel.

Die standhaft gebliebenen Künstler der Aktion #allesdichtmachen haben in ein Wespennest gestochen. Nochmals Danke dafür. Umso hektischer wird nun versucht, von ihren Inhalten abzulenken und statt dessen mit Vorwürfen der „Kontaktschuld“ die persönliche Reputation der Beteiligten anzugreifen.

Hergestellter „Konsens“ zum Lockdown

Diese Praxis ist nicht überraschend und sie wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn nicht ein zentrales Thema einer seit Corona festzustellenden Meinungsmache in diesem Vorgehen deutlich würde: die Manipulation der Begriffe „rechts“ und „links“ bis hin zur fast völligen Bedeutungslosigkeit. Weil dieser Vorgang erhellen kann, wie ein Teil der Bürger in eine anscheinende Zustimmung zur Lockdown-Politik getrieben wurde und dort gehalten wird, soll er hier betrachtet werden.

Besonders hervor tut sich aktuell der „Tagesspiegel“, der bereits mit seinem ersten Artikel zum Thema eine unseriöse, geradezu giftige Richtung auch für andere Medien vorgegeben hat. In den vergangenen Tagen hat die Zeitung nachgelegt: mit einer in pseudo-investigativem Duktus gehaltenen „Spurensuche“ zum Verdachtsfall #allesdichtmachen. Die Aktion wird geschildert als würde ein Kriminalfall untersucht und alle Unterstützer seien Komplizen bei einer „neurechten“ Schandtat.

„Eine Spur führt ins Querdenker-Milieu”

Wie die NDS bereits geschrieben haben, ist der (nun teils im Verbund mit dem „zivilgesellschaftlichen Recherchenetzwerk Antischwurbler“) aufgedeckte „Skandal“, dass der Dreh zu #allesdichtmachen nicht in anarchischer Einzelperformance zustande kam, wie das anscheinend im Rückschluss beim täglichen Produkt „Tagesspiegel“ der Fall ist. Statt dessen gab es doch tatsächlich Menschen, die das Projekt organisiert haben – „in klandestinen Strukturen“ natürlich.

Die beiden Artikel sind überschrieben mit „Filmbranche und Querdenker: Das antidemokratische Netzwerk hinter #allesdichtmachen“ und „Eine Spur führt ins Querdenker-Milieu”. Die Beiträge betonen „Vorwürfe“ der Kontaktschuld, während die inhaltlichen Fragen, die #allesdichtmachen endlich in die Debatte zurückgebracht hat, weitgehend in Nebensätzen abgehandelt werden. Inzwischen sind weitere Medien auf diesen Zug aufgesprungen, etwa hier oder hier oder hier oder hier.

Die rechts/links-Verdrehung

Die nun erlebte mediale Betrachtung zeichnet sich einerseits durch Spitzfindigkeit aus bei der Frage, wer wann mit wem in Kontakt stand und wer dadurch eine solche „Schuld“ auf sich geladen hat,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: