Die Entwarnung

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05-05-21 08:13:00,

Mithilfe des Inzidenzwertes versucht die Regierung, das Corona-Geschehen in Deutschland zu kontrollieren. Als Kontrollinstrument setzt sie fast ausschließlich nicht-medizinische Maßnahmen ein, die allerdings ausnahmslos darauf hinauslaufen, eine Kontamination oder Infektion zu verhindern, aber den Verlauf einer Erkrankung keineswegs beeinflussen können.

Anhand der frei verfügbaren Daten zu den Inzidenzzahlen, wie sie das RKI berechnet, haben wir versucht, eine Erklärung dafür zu finden, welchen Einfluss die ständig steigende Anzahl von Tests auf die Inzidenz, berechnet nach RKI, hat.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass es noch andere Anpassungen geben sollte, wie die Anzahl der falsch positiv Getesteten, der Kontaminierten sowie der präsymptomatischen, ein Begriff, wie er vom RKI verwendet wird, der aber immer erst im Nachhinein festzustellen ist, und asymptomatischen Infizierten mit einzubeziehen. Diese Daten sind uns jedoch nicht zugänglich, da man sie aus den als täglich „Neuinfizierten“ nicht herauslesen kann.

Ob zu den Asymptomatischen auch ein gewisser Teil an Kontaminierten, aber nicht Erkrankten, zu rechnen ist, wird im Weiteren zu diskutieren sein. Die Zahl der „Neuinfizierten“ ist ferner noch um die wiederholt positiv Getesteten zu korrigieren, da diese von den Gesundheitsämtern anonymisiert weitergeleitet werden müssen und daher — fälschlicherweise — als „neu“ erscheinen.

In eine rechnerisch robustere Inzidenzwertbestimmung sollte auch die Bevölkerungsdichte, etwa in Bezug zu flächenreichen Landkreisen im Vergleich zu dichtbesiedelten kreisfreien Städten Eingang finden. Die flächenmäßige Ausdehnung getesteter Landkreise im Vergleich zu kreisfreien Städten dürfte einen signifikanten Beitrag zur Höhe der jeweiligen Inzidenzwerte liefern. Eine verbesserte Meldedisziplin würde zudem die Belastbarkeit der Inzidenzwerte erhöhen. Die Zahl der tatsächlich Neuinfizierten ist also um einen beträchtlichen Anteil herabzustufen. Aus diesem Grund setzen wir den in den RKI-Zahlen verwandten Begriff Neuinfizierte in Anführungszahlen. In unserer Betrachtung auf Bundesebene vermeiden wir daher viele unsichere Punkte.

Die Auswertung der uns verfügbaren Rohdaten erfolgte nach zwei mathematischen Verfahren. In beiden Fällen verwandten wir als Datenbasis die tägliche Anzahl der in worldometer veröffentlichten Zahlen der „Neuinfizierten“, die denen vom RKI veröffentlichten entsprechen. In unsere Berechnungen gehen diese „Neuinfizierten“ als die wöchentlich, über jeweils sieben Tage, positiv Gemeldeten in der BRD ein, die auch nachgetestete Positive enthalten können.

Wir berücksichtigten die Daten, die zwischen Februar 2020 und April 2021 gemeldet wurden. Nach dem gleichen Muster wurde auch die Anzahl der in der jeweiligen Woche durchgeführten PCR-Tests ermittelt.

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