Wie in Russland über die blutigen Unruhen in Ost-Jerusalem und Gaza berichtet wird | Anti-Spiegel

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11-05-21 04:59:00,

Da die blutigen Unruhen in Ost-Jerusalem und im Gaza-Streifen derzeit die Schlagzeilen beherrschen, will ich hier aufzeigen, wie in Russland über die Ereignisse und die Chronologie berichtet wird.

Kritik an Israel ist in Deutschland so dermaßen Tabu, dass schon Facebook-Post ausreichte, damit eine Berliner CDU-Politikerin aus dem Landesparteivorstand ausscheiden musste. Dass Kritik an der israelischen Politik genauso wenig anti-jüdisch ist, wie zum Beispiel Kritik an der französischen Regierung auch nicht anti-französisch ist, kann die politische Klasse in Deutschland bis heute nicht verstehen. Der Spiegel schrieb darüber:

„Die Politikerin Ayten Erdil verlässt nach einem umstrittenen Facebook-Post den Landesvorstand der Berliner CDU. Erdil hatte am Montagabend die Gewalt in Jerusalem kommentiert und dabei mit Bezug auf Israel von »Verbrechen gegen die Menschlichkeit« gesprochen, die es »periodisch zu jeder Fastenzeit« gebe. Sie war dafür umgehend kritisiert worden.“

Dabei kann man das, was die Frau schreibt, zumindest diskutieren, wenn man sich die Chronologie der Ereignisse anschaut. Mit ihrem völkerrechtswidrigen Vorgehen bei der Aussiedlung von Palästinensern zu Gunsten jüdischer Siedler hat die israelische Regierung die Unruhen zumindest indirekt selbst zu verantworten. Das wird in deutschen Medienberichten nicht unbedingt deutlich, weshalb ich eine Zusammenfassung der Ereignisse der russischen Nachrichtenagentur TASS übersetzt habe, in der auch die Chronologie der Ereignisse aufgezählt wird. Ich habe die in dem Artikel gesetzten Links der TASS übernommen.

Beginn der Übersetzung:

Was über die Situation um Ost-Jerusalem bekannt ist

In der Nacht zum 11. Mai feuerten palästinensische Radikale aus dem Gaza-Streifen mehr als 200 Raketen auf Israel. Das Militär des Landes reagierte mit dem Beschuss von 140 militärischen Zielen. Die israelische Armee beruft wegen der dramatischen Eskalation um den Gazastreifen 5.000 Reservisten ein.

Vor der Eskalation des Konfliktes kam es wegen der Vertreibung arabischer Bewohner aus dem Stadtteil Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem zu Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern.

Das wichtigste über die Eskalation des Konflikts.

  • Die Spannungen in Ost-Jerusalem begannen Mitte April zu wachsen. Am 7. Mai kam es zu Zusammenstößen zwischen der israelischen Grenzpolizei und Palästinensern in der Nähe des Tempelbergs (ein Platz im südöstlichen Teil der Altstadt Jerusalems, auf dem sich das drittheiligste Heiligtum des Islams, die al-Aqsa-Moschee, befindet) und im Stadtteil Sheikh Jarrah, wo Sicherheitskräfte gemäß eines israelischen Gerichtsbeschlusses die Räumung mehrerer arabischer Familien durchführten.

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