Alte und neue Kriegstreiber – Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.

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13-05-21 11:22:00,

Bildquelle: Eigene Aufnahme, Berlin-Treptow 2015

Ein Beitrag von Rüdiger Rauls

Dieser Tage jährte sich wieder einmal das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Niederlage des Hitler-Faschismus. Die meisten von uns Heutigen haben weder das eine noch das andere erlebt. Zum Glück. Noch immer und immer wieder gibt es Menschen, die diese Zeit idealisieren oder gar verherrlichen. Sie gelten als die sogenannten „Ewiggestrigen“. Gegen sie richtete sich die Parole:

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“

Aber viele von denen, die vor Jahren noch in diesen Ruf mit einstimmten, sind mittlerweile selbst zu Kriegstreibern geworden. Aktiv beteiligten sich die ehemals friedensbewegten Grünen am völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien und Serbien. Die rot-grünen Friedenskrieger sagten, es ginge ihnen um die Menschenrechte. Sie wollten angeblich ein neues Auschwitz verhindern und erkannten nicht den Unterschied zwischen Auschwitz und Jugoslawien. Wollten sie ihn nicht erkennen oder fehlte es ihnen an den analytischen und intellektuellen Fähigkeiten dazu, mangelte es am politischen Bewusstsein?

Den Kriegseinsatz in Afghanistan trugen die rot-grünen Friedensengel mit. Denn es ging um unsere Sicherheit und Frauenrechte, also wieder um eine gute Sache. Auch dem NATO-Einsatz in Libyen konnte man gute Seiten abgewinnen, denn es ging auch hier um Menschenrechte, vornehmlich aber um die derjenigen, die auf der richtigen Seite standen. Diese hohen Werte galten aber offensichtlich nicht für diejenigen, die in Tripolis von der NATO bombardiert wurden.

Im Syrien-Konflikt forderte gar die Theologin und friedensbewegte Grüne Göring-Eckert den aktiven Kampfeinsatz der Bundeswehr zum Schutz der Menschenrechte der Jesiden. Das ging ihr leicht über die Lippen, handelte es sich ja nicht um ihre eigenen Kinder, Freunde oder Angehörigen, die dort für grüne Wertemissionen den Kopf hinhalten sollten. Das Menschenrecht der Bundeswehrsoldaten oder gar anderer Unbeteiligter aus der Zivilbevölkerung schien für sie keine Bedeutung zu haben. Oder war sie gar so naiv zu glauben, dass in solchen Einsätzen nur die Schuldigen dem Kugel- und Bombenhagel der Guten, also der Unsrigen, zum Opfer fallen?

Inzwischen beteiligen sich weltweit wieder deutsche Soldaten an der Herstellung von Recht und Ordnung. Es sind nicht das Recht und die Ordnung jener Völker, es geht vielmehr um die Durchsetzung westlicher Werte und Vorstellungen. All diese Einsätze finden Duldung und Unterstützung durch die ehemalige grüne Friedenspartei.

Im erneuten Aufflammen der Feindseligkeiten gegenüber Russland und der Propaganda gegen China stehen Grüne und andere Wertemissionare an vorderster Front.

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