Unerhörte Proteste

unerhorte-proteste

14-05-21 12:04:00,

Gegenwärtig wird viel über das Zuhören geredet, aber wenig über einen seiner zentralen Aspekte: Macht. Das könnte man meinen angesichts der massiven Ablehnung, die Menschen mit teils großer Wucht entgegenschlägt, seien sie Wissenschaftler oder Ärzte, Juristen oder Journalisten, Fußballer oder Polizist, Person des öffentlichen oder des nicht-öffentlichen Lebens, wenn sie es wagen, die offizielle Lesart des Mainstream-Narrativs der Covid-Pandemie zu hinterfragen oder gar eine ganz eigene Draufsicht zu entwickeln. Im besten Fall werden Kritiker bloß ignoriert und totgeschwiegen. Vielleicht werden sie aber auch durch Deplatforming aus den öffentlichen Netzwerkverbänden gelöscht und so zum Schweigen gebracht.

Persönlicher Schaden entsteht, wenn die Integrität von Menschen beschädigt wird. Etwa indem ernsthafte Kritik öffentlich lächerlich gemacht oder als schäbig gebrandmarkt wird. Oder wenn Kritiker als wenig ernst zu nehmende Akteure, als „arme Schweine“ öffentlich bemitleidet werden, die nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel eine „Aufgabe für Psychologen seien“ (1). Im schlimmsten Fall können Kritiker jedoch weit größeren Schaden erleiden, etwa wenn sie von sogenannten „Faktencheckern“ im öffentlichen Mainstream-Diskurs als Faktenlügner (2) diffamiert werden. So kann es passieren, dass Kritiker, die sich außerhalb des Mainstream-Narrativs bewegen, heute vor den Ruinen ihrer beruflichen und sozialen Existenz stehen.

Daher hören wir diese Abweichler nicht durch das Sprachrohr der öffentlich-rechtlichen Medien zu uns sprechen. Sie werden nicht von den Gatekeepern, den Qualitätsredakteuren und -innen der öffentlich-rechtlichen Sender oder von all den Topjournalisten und -innen unserer breiten und etablierten Medienlandschaft befragt. Wenn überhaupt, ist ihnen allein die negative Aufmerksamkeit der sogenannten Qualitätsmedien gewiss. Die breite Öffentlichkeit erhält jedenfalls keine Kunde von ihren Gedanken und Überlegungen.

Es ist ein Bann, der damit von der etablierten Medienlandschaft über ihnen ausgesprochen wird. Sie alle verbindet das Schicksal, von den Mainstream-Medien für unwürdig befunden zu werden, sich mit einer vom offiziellen Narrativ abweichenden Meinung oder Expertise in den öffentlichen Diskurs einbringen zu dürfen.

Dieser Bann greift auf all jene über, die es wagen, sogenannte „verquere“ Ideen aufzugreifen und in die Welt hinauszutragen. Schließlich sollte, wie von höchster Stelle kundgetan, das offizielle Narrativ „nie hinterfragt“ (3) werden. Andernfalls drohe das große Ganze, die Volksgesundheit, Schaden zu nehmen und dies sei doch sehr unsolidarisch. Wir lernen somit, nicht erst im Übertreten von Gesetzen, nein, schon im Selberdenken kritischer Gedanken zeigt sich ein das Gemeinwohl schädigendes, unverantwortliches, mithin unduldbares Verhalten.

Es ist sogar noch heikler: Bloß der Kontakt mit „verqueren“ Menschen und Gedanken reicht mitunter aus,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: