Die Gründe für den militärischen Staatsstreich in Myanmar | uncut-news.ch

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17-05-21 06:54:00,

Seit dem Staatsstreich im Februar steht ein unbekanntes Land wie Myanmar im Rampenlicht, besonders wegen der blutigen Unterdrückung durch die Militärjunta (Tatmadaw), die die Kontrolle über das Land übernommen hat. Über den Rest wird wenig gesagt.

Myanmar ist auch für den Imperialismus von großem Interesse. Das Treffen der G7-Außenminister in London Anfang Mai setzte das Land auf die Tagesordnung. Keine der beiden Seiten gab Details bekannt, aber Lecks deuten darauf hin, dass sie gleichzeitig mit China über Myanmar sprachen.

US-Außenminister Antony Blinken hat sich seit der Machtergreifung des Militärs dreimal mit seinem indischen Amtskollegen, S. Jaishankar, getroffen. Der Imperialismus bereitet sich darauf vor, die „Menschenrechte“ in Myanmar wiederherzustellen und setzt dabei auf Indien im Rahmen des gegen China gerichteten Quad-Projekts.

Was sie nicht getan haben und niemals tun werden, ist, Sanktionen gegen die Armee zu erlassen oder ein Waffenembargo zu verhängen, das sie – noch mehr – in die Arme Russlands und Chinas treiben würde.

Myanmar ist ein strategisch wichtiges Land, gelegen zwischen Thailand, Laos, Bangladesch und Indien, mit einem Fenster zum Indischen Ozean, einer Zugangsroute zum Roten Meer und dem Suezkanal. Aber vor allem hat Myanmar eine 2.200 Kilometer lange Grenze zu China.

Es verfügt über große Gasreserven, vor allem im Staat Arakan, einer Region, die von der eigenen Armee kontrolliert wird und in der heute die Rohingya leben, die islamischer Religion angehören und der burmesischen Nationalität beraubt sind.

Seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg wird Myanmar mehr oder weniger brutal vom Militär regiert, obwohl es wenig Ähnlichkeit mit klassischen lateinamerikanischen Putschregierungen hat. Die burmesische Armee wurde im Kampf gegen den britischen Kolonialismus geschmiedet. Man könnte sie als nationalistisch oder Dritte-Welt-orientiert bezeichnen, wobei das Wichtigste ist, dass sie die Schlüsselindustrien des Landes besitzt und an der Förderung ausländischer Investitionen interessiert ist, deren Hauptquelle China ist.

Wie so viele andere Staaten, die aus der Entkolonialisierung hervorgingen, ist es ein künstlicher Staat, ein Flickenteppich aus verschiedenen Völkern, die sehr schlecht zusammenpassen. Jede der Regionen ist militärisch eigenständig.

Sowohl die Chinesen als auch die verschiedenen Religionen sind Teil dieses Mosaiks. Wie hier in einem anderen Beitrag erklärt, kann Myanmar als buddhistischer Bekenntnisstaat gesehen werden, der anderen Religionen, wie z.B. dem Islam, gegenüber nicht nachsichtig ist.

Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte die burmesische Nationalarmee unter der Führung von General Aung San an der Seite Japans,

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