Behavioral Economics: Bitcoin als Substitut für Gold – Verhaltensökonomik am Liveobjekt | www.konjunktion.info

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18-05-21 11:34:00,

18. Mai 2021 · 272 Aufrufe

Börsenchart - Bildquelle: Pixabay / PIX1861; Pixabay License

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Unter Verhaltensökonomik (Behavioral Economics) versteht man im Allgemeinen

ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft. Sie beschäftigt sich mit menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situationen. Dabei werden auch Konstellationen untersucht, in denen Menschen im Widerspruch zur Modell-Annahme des Homo oeconomicus, also des rationalen Nutzenmaximierers, agieren. Derartige Fragestellungen werden zudem mathematisch von der Spieltheorie untersucht. Da von Menschen in der Regel nur teilweise, jedoch nicht durchgehend von der rationalen Nutzenmaximierung bei ökonomisch relevanten Entscheidungen abgewichen wird, müsste, streng genommen, von einer “verhaltensbeeinflussten Ökonomik” gesprochen werden.

Betrachten wir einen Langzeitchart von Gold (blaue Kerzen, linke Achse) und Bitcoin (rote und grüne Kerzen, rechte Achse, beides übereinander gelegt), dann erkennt man gut die derzeitige Manipulation am Goldmarkt und die Rolle von Bitcoin für die Zentralbanken dabei. Seit der Einführung der geld- und fiskalpolitischen “Covid-19”-Programme hat sich der Goldpreis kontraintuitiv verhalten, während Bitcoin regelrecht “abhob”:

Gold-Bitcoin - Bildquelle: www.konjunktion.info

Gold-Bitcoin – Bildquelle: http://www.konjunktion.info

Der Substitutionseffekt bei Verbrauchsgütern – Wenn der Preis eines Gutes steigt, steigt die Nachfrage nach seinem Substitut

In der klassischen Mikroökonomie steigt bei steigendem Preis eines Konsumgutes die Nachfrage nach dessen konkurrierendem Substitut.

Substitut - Bildquelle: unbekannt

Substitut – Bildquelle: unbekannt

Der Substitutionseffekt unter alltäglichen Umständen ist einfach und macht absolut Sinn. Wenn wir die Wahl haben, eine Reihe von Gütern zu konsumieren, sei es eine Dose Cola, eine Auto oder Kleidung, wird der Verbraucher, wenn die Preise für eines oder mehrere der Güter steigen, eher die konkurrierenden Güter konsumieren, ceteris paribus.

Investitionssubstitutionseffekt – Wenn der Preis eines Vermögenswerts fällt, steigt oft die Nachfrage nach seinem Ersatzgut

Allerdings können Menschen rational irrational sein, wenn es um den Kauf von Investitionen geht, und diese Beziehung ist oft umgekehrt; viele Investoren neigen dazu, mehr von einer Investition einzugehen, wenn ihr Preis steigt. Dies geht oft auf Kosten der gleichwertigen Substitute, die auf relativer Basis im Wert fallen. Intuitiv macht auch der umgekehrte Weg Sinn: wenn der Preis eines Vermögenswerts fällt, steigt die Nachfrage nach seinem Ersatzgut oft an.

In der Investitions- und Verhaltens-Mikroökonomie steigt die Nachfrage nach dem Substitut (Gold),

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