Die Machenschaften der Rüstungswirtschaft – dargestellt an Rheinmetall. Mitten unter uns.

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21-05-21 02:50:00,

Es ist der 11. Mai 2021. An diesem Dienstag findet in der Düsseldorfer Konzernzentrale von Rheinmetall die alljährliche Hauptversammlung statt. Dieses Jahr wegen Corona nur virtuell. Vor der Konzernzentrale haben sich etwa 60 Aktivisten des Aktionsbündnisses RHEINMETALL ENTRÜSTEN! versammelt, um auf die dubiosen Geschäfte des Rüstungskonzerns aufmerksam zu machen. RednerInnen waren Kathrin Vogler, MdB (die LINKE), Renate Fest vom Düsseldorfer Friedensforum, Martin Singe, Sprecher des Aktionsbündnisses „Rheinmetall entrüsten“ und Tilman Massa von den Kritischen Aktionären. Parallel rief die „Friedensaktion Lüneburger Heide“ am gleichen Tag zu einer Protestaktion vor der Rheinmetall-Niederlassung in Unterlüß auf. Von Marco Wenzel.

Die deutschen Rüstungsausgaben betrugen 2020 insgesamt 52,8 Milliarden €. Im Rahmen der Mahnwache und Kundgebung vor der Konzernzentrale wurden die Rüstungsproduktion und die Waffenexportpolitik von Rheinmetall kritisiert. Von der Bundesregierung wird ein strenges Rüstungsexportkontrollgesetz gefordert, das auch die Schlupflöcher für Waffenexporte über Tochterfirmen verhindern soll.

Deutschland ist zum viertgrößten Exporteur von Rüstungsgütern in aller Welt aufgestiegen. Da Rüstungslieferungen in aller Regel an Großaufträge gebunden sind, kann der Betrag für das Volumen der Exporte von Jahr zu Jahr beträchtlich schwanken. Die deutschen Ausfuhren stiegen nach den SIPRI-Zahlen im betrachteten Fünfjahreszeitraum um 13 Prozent im Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2013. Im vergangenen Jahr belief sich die Summe der erteilten Exportgenehmigungen für die deutsche Rüstungsindustrie auf etwa 5 Milliarden €, im Jahr davor waren es etwa 8 Milliarden.

„„Rheinmetall Defence“ verzeichnete 2020 davon den höchsten Umsatz (3,72 Mrd. Euro, + 5,7 %), den höchsten Auftragseingang (6,39 Mrd. Euro, + 23 %), den höchsten Auftragsbestand (12,94 Mrd., + 24 %), und die höchsten Gewinne (414 Mio. Euro, + 21 %) seit dem Zweiten Weltkrieg! Rheinmetall-Chef Papperger peilt für 2025 eine Steigerung des Rüstungsumsatzes um 50 % auf 5,5 Mrd. Euro an.

Eine Fortsetzung des „Superzyklus“ erhofft er sich davon, dass die NATO-Staaten ihre Rüstungsausgaben auf 2 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung steigern. So aus Deutschland, wo Rheinmetall 37 % des Umsatzes macht, aber auch im Ausland, dessen Anteil auf 70 Prozent erhöht werden soll.“

Quelle: Rheinmetall entrüsten

Zusammen durch Dick und Dünn

Rheinmetall Landsysteme und Rheinmetall Waffe Munition sind am Standort Unterlüß untergebracht. Rheinmetall Landsysteme stellt Panzer her, Rheinmetall Waffe Munition fabriziert Kanonen, Bomben und Munition. In Unterlüß betreibt Rheinmetall auf 50 km² zudem den größten privaten Schießübungsplatz in ganz Europa.

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