Wie in Russland über die Flüchtlingswelle in Ceuta berichtet wird | Anti-Spiegel

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24-05-21 07:22:00,

In Deutschland wurde in den letzten Tagen immer wieder über die Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika berichtet, die von Migranten regelrecht gestürmt wurde. Daher will ich zeigen, wie in Russland darüber berichtet wird.

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen am Sonntag einen Korrespondentenbericht aus der spanischen Exklave Ceuta gebracht. Die russische Korrespondentin Anastasia Popova war vor Ort und hat mit Einwohnern und Flüchtlinge gesprochen. Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Illegale haben ein neues Schlupfloch nach Europa gefunden

Ceuta ist eine spanische Enklave an der afrikanischen Küste von Gibraltar. Das kleine Gebiet von 18 Quadratkilometern ist durch eine Mauer mit Stacheldraht von Marokko getrennt. Tausende von illegalen Einwanderern stürmen die Enklave. Ihre Logik ist einfach: Wenn sie es bis Ceuta geschafft haben, sind sie automatisch auf dem Territorium Spaniens, werden offiziell zu Flüchtlingen und zu einem Problem der Europäischen Union. Die Spanier sind nicht sehr gastfreundlich gegenüber den ungebetenen Gästen.

Ein Bericht von unserer Europakorrespondentin Anastasia Popova.

Auf dem Höhepunkt des diplomatischen Konflikts zwischen Spanien und Marokko saßen die marokkanischen Grenzsoldaten auf ihren Stühlen und sahen seelenruhig zu, wie ein Tsunami von Menschen an ihnen vorbei nach Europa strömte. Nach zwei Tagen Chaos an der Grenze erhielten sie schließlich den Befehl, das „Ventil“ der Migration zu schließen. Sie setzten sofort Schlagstöcke ein. Die Antwort war ein Hagel aus Steinen. Am Abend wurde ein Scooter in Brand gesetzt. Im Morgengrauen versuchten die Menschen erneut, die Grenze zu überqueren. In kleinen Gruppen. Diejenigen, die es schafften, wurden vom spanischen Militär empfangen, die einen wurden ins Wasser geworfen, andere wurden mit Tränengas verjagt.

„Die Spanier haben mit Gummigeschossen und mit Gas auf uns geschossen, ich weiß nicht warum, sie haben geschossen, sie haben meine Tochter zurück gejagt, sie ist 13 Jahre alt. Das ist eine Schande, sie sollten sich schämen“, sagte eine der Migrantinnen.

Die Soldaten bewachen die Grenzmauer direkt am Strand, auch das militärische Gerät wurde nicht abgezogen. Die Zahl der Menschen, die bereit zum Durchbruch sind, hat spürbar abgenommen.

Aber auch über das Meer kommt eine große Welle, die Migranten warten auf die Nacht. In diesen Tagen gelang es 2.000 weiteren Menschen, nach Ceuta, diese spanische Enklave in Nordafrika, zu gelangen.

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