Forum Schule – Das schreiben uns die Eltern

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25-05-21 08:59:00,

Nach wie vor wird in Deutschland zu wenig über die Herausforderungen und Nöte der Familien und der jüngeren Generation gesprochen, die die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung mit sich bringen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung dessen, was Eltern uns über das zurückliegende Corona-Jahr und die aktuelle, nach wie vor völlig zukunftsungewisse Phase geschrieben haben. Viele machen sich große Sorgen um die psychische und körperliche Gesundheit ihrer Kinder und verzweifeln angesichts der Innovationsunfähigkeit unseres Schulsystems. Von Sandra Reuse.

Eltern und Kinder bzw. Familien waren bzw. sind die Personengruppe, die in der Pandemie eines der größten Päckchen zu schultern hatte – sieht man von den schwer Erkrankten sowie den überlasteten Ärzten und dem Pflegepersonal einmal ab. Zwar waren einige wenige Eltern vielleicht in der komfortablen Lage, sich angesichts geschlossener Schulen etwas weniger Hektik im Alltag und mehr gemeinsame Zeit mit den Kindern leisten zu können. Für eine privilegierte Minderheit mit dem nötigen finanziellen Handlungsspielraum hatten die Schul- und Kitaschließungen daher vermutlich auch teilweise positive Aspekte.

Doch für die große Mehrheit der Familien war das zurückliegende Jahr äußerst belastend, kräftezehrend und mit Sicherheit eines nicht: gesund. Die viele Zeit in der Wohnung und vor den Bildschirmen, die vielen Quarantäne-Phasen, die Hunderttausenden von Schülern auferlegt wurden, der Mangel an Bewegung, frischer Luft und Tageslicht, vielleicht noch schwerwiegender die fehlenden Sozialkontakte und die daraus erwachsende lähmende Traurigkeit der Jüngsten werden immer noch zu wenig problematisiert. Zwar gab es erst kürzlich Meldungen vor einer möglicherweise in den Kinder- und Jugendpsychiatrien stattfindenden Triage, die Warnungen vor schwerwiegenden psychischen Folgen der Corona-Maßnahmen für Jüngere gibt es aber schon viel länger (so wurde z.B. eine erste Zusammenfassung der so genannten COPSY-Studie des UKE Hamburg-Eppendorf bereits im Sommer 2020 publiziert). Umso fassungsloser sind viele Eltern, dass es nach wie vor keine beherzten Rücknahmen der rigiden Einschränkungen im Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche gibt – oder wenigstens innovative Übergangslösungen.

„Ich höre inzwischen erschreckend viel von psychischen Problemen bis hin zu Suizidgedanken bei Jugendlichen in meinem persönlichen Umfeld“, schreibt eine Mutter an das Forum. „Ich frage mich, ob wir diese Probleme, die wir da produzieren, jemals wieder zurück drehen können“.

Entwicklungsrückschritte, Gewichtszunahmen, teilweise schwerwiegende psychische Probleme

Eltern, aber auch Erzieher und Lehrer berichten, dass Kinder und Jugendliche in den zurückliegenden Monaten teilweise Rückschritte in ihrer Entwicklung durchgemacht haben.

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