Müssen Kinder gegen COVID-19 geimpft werden? • Anthroblog

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26-05-21 08:52:00,

Zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2021.

Müssen Kinder gegen COVID-19 geimpft werden? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur Eltern und Politiker, sondern auch viele Mediziner. Einige haben Bedenken und bezweifeln die rationale Grundlage einer etwaigen Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen.

Müssen Kinder gegen COVID-19 geimpft werden?

Subversive Aktion in England. Screenshot UK Column.

Keine wissenschaftliche Basis

Eine generelle COVID-19-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche besitzt keinerlei wissenschaftliche oder medizinische Basis. Zu diesem Urteil kommen die drei Autoren einer Studie, die als Preprint bei ResearchGate erschienen ist.[1] Die Autoren: David D. Martin und Silke Schwarz von der Universität Witten/Herdecke und Arne Simon von der Universität des Saarlandes. Simon ist zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.

Die Autoren betrachten die mögliche Impfung von Kindern und Jugendlichen aus 14 unterschiedlichen Gesichtspunkten, sieben kinderbezogenen und sieben gesellschaftsbezogenen. Grundlage der Urteilsbildung ist eine »iterative und systematische« Auswertung der wissenschaftlichen Literatur. Einbezogen in die Diskussion der Befunde wurden Kollegen und Eltern sowie pädiatrische Fachverbände. Die Literaturhinweise finden sich im Original der hier referierten Studie.

Die 14 Gesichtspunkte im Einzelnen

1. Akute Krankheitslast der Kinder und Jugendlichen: Kinder und Jugendliche erkranken nur sehr selten so schwer an einer SARS-CoV-2 Infektion, dass sie stationär aufgenommen werden müssen.

2. Folgeschäden von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen: Diskutiert werden das »systemische Inflammationssyndrom« (PIMS) und »Long-COVID«. 281 Kinder und Jugendliche wurden, soweit bekannt, bisher aufgrund von PIMS stationär behandelt. Keines von ihnen verstarb; bei 43,6% bestanden jedoch am Tag der Entlassung noch »Restsymptome« und bei 6,5% »Folgeschäden«. Die meisten kardiovaskulären Folgeschäden nach COVID-19 oder PIMS heilen bei Kindern jedoch innerhalb von 6 Monaten aus.

Zu »Long Covid« bei Kindern – ob es überhaupt existiert und wenn ja, wie es als Symptomkomplex gegen andere abzugrenzen ist – liegen in Deutschland bislang keine verlässlichen Daten vor. Auch in anderen Ländern gibt es dazu keine Studien. Aus der Argumentation der Autoren lässt sich schließen, dass Long-COVID zugeschriebene Symptome auch Folgen von »nicht-pharmazeutischen Interventionen« (NPI; Maskenzwang, Zwangstestungen, soziale Distanzierung etc.) sein könnten. Zur Frage, ob Müdigkeit,

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