Der Spiegel und “Russlands Muskelspiele im Eismeer” | Anti-Spiegel

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27-05-21 08:43:00,

Beim Spiegel wurde ein Videobeitrag veröffentlicht, der einmal mehr zeigt, wie der Spiegel als Propaganda-Instrument der US-Interessen arbeitet. Vor allem, wenn man weiß, wo und wie die Bilder entstanden sind.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über einen „Tag der offenen Tür“ in Russlands nördlichster Militärbasis Nagurskaja berichtet. Dort, auf einer russischen Insel mitten im arktischen Nordmeer, hat Russland einen hochmodernen Militärstützpunkt gebaut, zu dem eine Landebahn gehört, auf der sogar schwere Atombomber landen können. Ich hatte sogar schon angefangen, den Beitrag des russischen Fernsehens zu übersetzen, aber es gibt Fernsehbeiträge, die man nicht als Artikel übersetzen kann, weil sie nur zusammen mit den Bildern „funktionieren“ und als reiner Text nichtssagend sind.

Das gleiche galt auch für andere Beiträge aus der Sendung zu dem Thema, in denen zum Beispiel es um das Treffen des Arktischen Rates auf Island ging, in dessen Rahmen auch das Treffen der Außenminister Russlands und der USA stattgefunden hat, bei dem sie sich auf das Gipfeltreffen zwischen Joe Biden und Wladimir Putin geeinigt haben.

Der große Themenkomplex in der Sendung war dabei die Arktis und der dort stattfindende geopolitische Konflikt in und um die Region. Es geht um Bodenschätze, die dort vermutet werden und Russland als Land mit der längsten Küstenlinie der Region besteht natürlich auch auf einen entsprechenden Anteil daran, was den USA wiederum nicht gefällt.

Nun hat der Spiegel einen Videobeitrag mit der Überschrift „Machtkampf um die Arktis – Russlands Muskelspiele im Eismeer“ veröffentlicht, in dem er auf Material zurückgegriffen hat, das offenbar einer der Journalisten gemacht hat, der zu dem Tag der offenen Tür auf Nagurskaja eingeladen war. In diesem Beitrag betätigt sich der Spiegel mal wieder als Pressestelle der US-Interessen, wobei er natürlich mal wieder einiges weglassen muss, damit die Narrative beim Leser (oder in diesem Fall Zuschauer) verfangen können.

Die Nordpassage

Durch den Klimawandel (ja, den gibt es, die Frage ist nur, ob er menschengemacht ist) taut das Eis im Nordmeer und inzwischen ist es möglich, dass Handelsschiffe zwischen Asien und Europa über die Nordpassage fahren können, was wesentlich schneller geht, als der Weg durch den Indischen Ozean und das Mittelmeer. In dem Spiegel-Beitrag wird dazu folgendes gesagt:

„Gleichzeitig gewinnt die Route über eine eisfreie Nordostpassage an Bedeutung als alternative Wasserstraße für den Welthandel.

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