Pfingsten in Berlin – eine Bestandsaufnahme

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27-05-21 08:33:00,

Die Organisatoren um „Pfingsten in Berlin“ hatten für das Pfingstwochenende vom 21. bis einschließlich 24. Mai 2021 zu zahlreichen Demonstrationen, Aufzügen und Autokorsos aufgerufen, um deren Forderungen Ausdruck zu verleihen, und rechneten mit Zehntausenden von Teilnehmern. Die geplanten Großveranstaltungen wurden jedoch behördlich untersagt und nur wenige, kleinere Protest-Veranstaltungen der Maßnahmenkritiker durften durchgeführt werden. Christian und Ala Goldbrunner waren vor Ort.

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Die Organisatoren von „Pfingsten in Berlin“

Die Organisatoren, die nicht „Querdenken“ angehören, sondern u.a. aus der Friedensbewegung stammen, haben am 30. Mai 2020 die Demonstration „Kündigt Ramstein Air Base“ und in den letzten Monaten einige sogenannte „Schweigemärsche“ hier oder hier erfolgreich auf die Beine gestellt. Die Versammlungsbehörde hat die Organisatoren bezüglich Zusammenarbeit sogar gelobt.

Bemerkenswert ist das Manifest von „Pfingsten in Berlin“, in dem die Organisatoren in zwölf Punkten ihre Forderungen darlegten. Im Kern geht es um die vollkommene Wiederherstellung der im Grundgesetz verankerten bürgerlichen Rechte, die durch das Infektionsschutzgesetz außer Kraft gesetzt sind, solange die sogenannte „epidemische Lage nationaler Tragweite“ vom Bundestag beschlossen und aufrecht erhalten wird.

„Pfingsten in Berlin“ distanzierte sich von Anfang an wiederholt und ausdrücklich von jeglicher Form von Extremismus. In der Pressemitteilung vom 21.05.2021 hieß es: „Als Veranstalter von Pfingsten in Berlin distanzieren wir uns klar und deutlich von sämtlichen populistischen Aufrufen von Trittbrettfahrern aus dem rechtsextremistischen Umfeld, die jetzt auf einmal auftauchen. Jegliche Symbolik – insbesondere reichsbürgernahe Fahnen und Schilder – sind bei unseren Veranstaltungen verboten.“ Die Berliner SARS-Cov-2-Verordnung sei zu beachten.

Der Ablauf

Insgesamt 22 Versammlungen hatte das Organisationsteam „Pfingsten in Berlin“ geplant.
Am Freitag, den 21.5.2021, waren sechs Autokorsos mit anschließender Abschlusskundgebung genehmigt worden, die auch stattfanden.

Für Samstag, den 22.5., wurden die vier geplanten Sternmärsche in Richtung Siegessäule von der Versammlungsbehörde untersagt und das Verbot wurde nach zweifachem Widerspruch auch gerichtlich bestätigt. Jedoch sei laut Veranstalter und dem bevollmächtigten Rechtsanwalt Ralf Ludwig die angemeldete Endveranstaltung behördlicherseits nicht untersagt, aber von der Polizei „mit massiver Gewaltandrohung“ trotzdem verhindert und die „LKWs und die gesamte Technik festgesetzt“ worden.

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