Beschuss im Donbass nimmt nicht ab | Anti-Spiegel

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31-05-21 10:12:00,

Die Ukraine und der Krieg im Donbass sind aus den Medien verschwunden, nachdem Russland Kiew und Washington seine roten Linien deutlich aufgezeigt hat. Aber im Donbass ist es deshalb nicht ruhiger geworden.

Als vor kurzem ein ukrainischer Angriff auf den Donbass in der Luft hing, hat Russland Kiew und Washington über alle möglichen Kanäle – inklusive der Alarmübung mit 100.000 russischen Soldaten – seine roten Linien aufgezeigt und klargemacht, dass eine ukrainische Offensive im Donbass eine harte russische Reaktion zur Folge haben würde. Der erwartete Angriff scheint abgewendet zu sein, aber das bedeutet nicht, dass es im Donbass wieder ruhig ist.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ eine Reportage aus dem Donbass gebracht. Da in Deutschland nie Bilder aus dem Donbass zu sehen sind, habe ich den Bericht übersetzt und empfehle, sich auch den Bericht anzuschauen, denn zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

Beginn der Übersetzung:

Das offizielle Kiew hat beschlossen, die Ereignisse in Weißrussland als Vorwand zu nutzen, um die Umsetzung des Minsker Abkommens zu sabotieren. Nun gefällt der Ukraine die weißrussische Hauptstadt als Austragungsort für die Verhandlungen der Kontaktgruppe zum Donbass nicht. Der Leiter der ukrainischen Delegation bei den Verhandlungen, der erste Präsident der Ukraine, Leonid Krawtschuk, sagte: „Bei uns wird es keine Flüge mehr nach Weißrussland geben, wir können nicht einmal dorthin gelangen. Angesichts der aktuellen Situation und des diktatorischen Verhaltens, das der selbsternannte Präsident Lukaschenko von Weißrussland an den Tag legt, ist es also klar, dass wir den Ort der Diskussion – den Veranstaltungsort Minsk – nicht einmal in Betracht ziehen können. Wir werden uns definitiv nach einer neuen Plattform umsehen.“

Überhaupt stört Krawtschuk immer irgendetwas. Entweder gefällt ihm der Ort nicht, oder das Thema passt ihm nicht, oder er ist unglücklich über die Zusammensetzung der Verhandlungsdelegationen, die Amerikaner sollen eingeladen werden. Es gibt ständig irgendwelche Ausreden, das Minsker Abkommen nicht umzusetzen. Krawtschuk wurde jedoch sofort von Moskau gerügt.

„Er ist natürlich der Leiter der Delegation, aber es ist nicht an ihm zu entscheiden, wie die Kontaktgruppe weiter arbeiten wird. Sie wurde im Rahmen der Dokumente geschaffen, die auf dem Minsker Gipfel 2015 verabschiedet und anschließend durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gebilligt wurde. Und diejenigen, die diese Dokumente unterzeichnet haben,

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