Das Gipfeltreffen von Putin und Biden und die US-Innenpolitik | Anti-Spiegel

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31-05-21 01:32:00,

Dass Berichte des russischen Fernsehens über die USA regelmäßig sehr anders klingen, als im deutschen Fernsehen, ist nicht neu. So war es auch an diesem Sonntag.

Da der Korrespondentenbericht des russischen Fernsehens aus den USA an diesem Sonntag mal wieder sehr anders geklungen hat, als man das aus dem deutschen Fernsehen kennt, habe ich ihn übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Termin des angekündigten amerikanisch-russischen Gipfels steht. Das wird das erste Treffen zwischen Wladimir Putin und Joe Biden seit dem Machtwechsel in Amerika sein. Die angekündigte Tagesordnung ist so umfangreich, dass es unmöglich ist, alles auf einmal vollständig zu erörtern, daher ist es logisch, in Genf die Anweisung zu geben, eine Art Zeitplan für die weitere Arbeit an den Problemen, die sich angesammelt haben, zu erstellen.

Hier die kurze Liste, die in einer Erklärung des Kreml-Pressedienstes aufgeführt ist: bilaterale amerikanisch-russische Beziehungen, Probleme der strategischen Stabilität, aktuelle Themen auf der internationalen Agenda, einschließlich der Zusammenarbeit im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und die Lösung regionaler Konflikte.

Hinter jedem der Themen steckt eine Fülle von Informationen und ungelöster Meinungsverschiedenheiten. Angesichts der Tatsache, dass es zu all diesen Themen praktisch keine Gesprächsformate zwischen unseren Ländern gibt, müssen sie von Grund auf neu erschaffen werden, wenn die Präsidenten dazu bereit sind. Also werden Putin und Biden in Genf die Wildnis des jungfräuliche Boden der russisch-amerikanischen Beziehungen pflügen müssen, der nicht nur voller Unkraut, sondern an manchen Stellen auch voller Minen ist.

Inzwischen wirkt auch die amerikanische innenpolitische Agenda schwierig, ja sogar nervös. Der Hintergrund für das Gipfeltreffen ist dort also kompliziert. Aus den USA berichtet Valentin Bogdanow.

„Black lives matter!“ Diesen Satz haben Amerikaner – unabhängig von ihrer Hautfarbe – während eines Jahres intensiv trainiert. Der Slogan wurde erfunden, als George Floyd noch lebte, gerade aus der Haft entlassen worden war und sich noch einen Job als Türsteher in einem Nachtclub suchen wollte. Neun Minuten und 29 Sekunden, in denen der ausgerasteter Streifenpolizist Derek Chauvin Floyd mit seinem Knie erwürgte, veränderten das Leben von ganz Amerika. Und Floyd wurde zum Heiligen erklärt.

Neben dem George-Floyd-Denkmal befindet sich ein symbolischer Friedhof mit Porträts von schwarzen Männern, die durch die Hand der Polizei gestorben sind. Wollte man allen Ermordeten ein Denkmal setzen, würden zehn solcher Plätze nicht ausreichen. Im heutigen Minneapolis sind 90 Prozent der Opfer von Straßengewalt Afroamerikaner.

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