Wie das russische Fernsehen den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sieht | Anti-Spiegel

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31-05-21 01:44:00,

Der Abzug der US-geführten Nato-Truppen aus Afghanistan ist immer wieder Thema im russischen Fernsehen und da klingt das immer völlig anders, als die Berichte im Westen. So auch an diesem Sonntag.

Der Afghanistan-Krieg war ein Fiasko, aber irgendwie fehlt die Selbstkritik im Westen. Man wollte Mädchen den Schulunterricht ermöglichen, man wollte das Land wieder aufbauen. Und vor allem wollte man die Taliban besiegen, die nun den größten Teil des Landes beherrschen und sicher bald wieder ganz Afghanistan beherrschen werden. Die einzige Erfolgsgeschichte des Afghanistan-Kriegs betrifft die Produktion von Schlafmohn für die Heroin-Produktion. Aber von all dem ist in den Berichten der westlichen „Qualitätsmedien“ nicht die Rede, wenn es um den Abzug aus Afghanistan geht und kritische Fragen stellen die westlichen Journalisten ihren Regierungen nicht.

Da ist es erfrischend, dass wenigstens im russischen Fernsehen diese Themen offen angesprochen werden. Daher habe ich den Beitrag aus der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ vom Sonntag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In Syrien wurden Präsidentschaftswahlen abgehalten. Der aktuelle Staatschef Bashar al-Assad errang im ersten Wahlgang mit einem Ergebnis von 95 Prozent der Stimmen einen überzeugenden Sieg. Mehr als 14 Millionen syrische Bürger kamen zu den Wahllokalen, darunter auch im Ausland lebende. Die Wahlbeteiligung lag bei 80 Prozent.

Der russische Präsident Wladimir Putin schickte ein Glückwunschtelegramm an Baschar al-Assad: „Die Ergebnisse der Abstimmung bestätigten voll und ganz Ihre hohe politische Autorität, das Vertrauen der Bürger in die unter Ihrer Führung verfolgte Politik zur schnellen Stabilisierung der Lage in Syrien und zur Stärkung seiner staatlichen Institutionen“.

Die Wahlergebnisse bestätigen, dass Syrien zum Frieden zurückkehrt, das Land sich erholt und entwickelt. Syrien ist bereit, gemeinsam mit seinem Präsidenten Bashar al-Assad voranzugehen, weil sie mit ihm das Unmögliche geschafft haben: die schreckliche Geißel des internationalen Terrorismus zu bewältigen, der aus dem benachbarten, von den Amerikanern zerstörten Irak nach Syrien gekommen ist. Tausende von Halsabschneidern wurden vertrieben und Syrien bewahrte seine Staatlichkeit und territoriale Integrität. Ohne die militärische Unterstützung Russlands wäre das nicht möglich gewesen.

In seinem Glückwunschtelegramm an Baschar Assad betonte Wladimir Putin, „dass die russische Seite beabsichtigt, ihren syrischen Partnern weiterhin jede mögliche Unterstützung im Kampf gegen die Kräfte des Terrorismus und Extremismus zu gewähren und auch den Prozess der politischen Lösung und des Wiederaufbaus des Landes nach dem Konflikt voranzutreiben.“

Doch das Ergebnis der Wahlen in Syrien löste eine Welle des Hasses in den USA und der Europäischen Union aus.

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