Das Corona-Prognosedesaster – Manipulation mit Vorsatz?

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02-06-21 08:29:00,

100.000 Neuinfektionen pro Tag, eine Inzidenz von 2.000 und die Triage auf den vollkommen überfüllten Intensivstationen – so sollte es im Mai in Corona-Deutschland aussehen, wenn die Prognosen aus den Monaten März und April eingetreten wären; Prognosen von medial präsenten Virologen wie Christian Drosten, Regierungsberatern der TU Berlin, dem Verband der Intensivmediziner und der Regierungsbehörde RKI. Es kam bekanntlich anders. Kurz nach diesen Horrorprognosen gingen die Zahlen zurück. Also alles kein Problem? Im Gegenteil. Auf Basis dieser Prognosen wurden politische Entscheidungen getroffen. Handelten die wissenschaftlichen Berater und die Medien, die diese Prognosen prominent unter das Volk brachten, mit Vorsatz? Lieferten sie den Entscheidern absichtlich falsche Zahlen, um die Politik zu manipulieren? Es sieht ganz so aus. Von Jens Berger.

Als die Infektionszahlen der sogenannten zweiten Welle Anfang des Jahres deutlich zurückgingen und aus den Reihen der Politik die ersten Forderungen nach Lockerungen durchdrangen, tauchten in den Medien plötzlich dramatisch klingende Zahlen auf. So zitierte der Tagesspiegel beispielsweise am 22. Januar den Virologen Christian Drosten mit seiner „Befürchtung“, dass die britische Mutante sich auch in Deutschland durchsetzen könne und dann – so Drosten – „haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag“. Sein Rat, um dieses Szenario noch abzuwenden, lautete jetzt auf „die Null zu zielen“, also das Land komplett herunterzufahren. Anderenfalls gäbe es „viele Tote“, da „sich ganz viele junge Menschen infizieren“, und „dann sind die Intensivstationen [trotz des Impffortschritts] trotzdem wieder voll“.

Drostens Rat wurde glücklicherweise nicht gehört, die britische Mutante setzte sich dennoch durch, jedoch erwies sich seine Prognose als grotesk zu hoch. Obgleich das Land nicht komplett heruntergefahren wurde, verlief die dritte Welle milder und blieb vor allem bei den Sterbezahlen sehr deutlich unter der zweiten Welle. Der höchste 7-Tages-Durchschnittswert bei den Neuinfektionen lag mit etwas über 20.000 gerade einmal bei einem Fünftel der Drosten-Prognose. Doch die Zahl war im Raum und sollte während des gesamten Frühjahrs die politische Debatte beeinflussen. Und es war nicht nur Drosten, der massiv danebenlag.

Im März stand Deutschland dann kurz vor dem Höhepunkt der sogenannten dritten Welle. In den Medien wurde tagein, tagaus vor der britischen Mutante gewarnt und ein harter Lockdown gefordert. Emotional wurden diese Forderungen durch dramatische Prognosen untermauert.

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