Auf Putins Entscheidung: Russischer Staatsfond stößt alle Dollar-Anleihen ab | Anti-Spiegel

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03-06-21 03:22:00,

Der Russische Wohlstandsfond, der fast 200 Milliarden schwer ist, hat angekündigt, alle Dollar-Anleihen binnen eines Monats abzustoßen. Das sei nach Gesprächen mit Putin entschieden worden.

Der Russische Wohlstandsfond wird aus Einnahmen der Öl- und Gasexporte gespeist und er soll in Krisenzeiten Russlands Wirtschaft stabilisieren, indem er die Auswirkungen von Preisschwankungen an den Ölmärkten kompensiert, das Staatsdefizit ausgleicht, die Rentenkasse mitfinanziert und so weiter. Wer den westlichen Medien folgt, die ständig über Russland-Sanktionen berichten, muss glauben, Russland stecke in einer Krise. Das ist jedoch nicht so, denn er Fond wächst trotz aller Sanktionen. Anfang 2014, vor dem Beginn der exzessiven Russland-Sanktionen hatte er ein Vermögen von knapp 89 Milliarden Dollar, heute sind es über 185 Milliarden Dollar.

Russland hat in den letzten Jahren seine Bestände an Anleihen in US-Dollar immer weiter zurückgefahren, um die Wirkung von weiteren US-Sanktionen zu reduzieren, vor allem die Zentralbank hat dabei die Dollar-Anleihen durch Gold ersetzt. Putin hat dazu vor einigen Jahren gesagt, er verstehe die Verantwortlichen in den USA nicht, weil sie mit ihrer Sanktionspolitik das Vertrauen in den Dollar schwächen, was letztlich zu einem Problem für die USA selbst werden könne. Putin sagte dazu:

„Wir wollen uns nicht aus dem Dollar zurückziehen, der Dollar zieht sich von uns zurück. Die, die diese Maßnahmen ergreifen, schießen sich nicht bloß ins Knie, sondern etwas höher“

Nun hat sich auch der Russische Wohlstandsfond dem Trend angeschlossen. Ein stellvertretender Ministerpräsident hat sich dazu auf dem derzeit laufenden Petersburger Wirtschaftsforum geäußert. Darüber hat das russische Fernsehen berichtet und ich habe die Meldung des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Entscheidung Russlands, die Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds vollständig aus Dollar-Aktiva abzuziehen, wurde auf höchster Ebene aufgrund der drohenden US-Sanktionen getroffen, sagte der Erste Stellvertretende Ministerpräsident Andrej Belousow auf dem Internationalen Wirtschaftsforum St. Petersburg (SPIEF-2021).

„Ja, darüber wurde gesprochen.“, sagte Belousov auf die Frage, ob diese Entscheidung der Führung des Landes vorgelegt wurde.

„Das ist eine vernünftige Entscheidung, sie hängt unter anderem mit den Sanktionsdrohungen zusammen, die wir von der US-Führung erhalten und wahrgenommen haben.“, betonte Belousov.

Auf die Frage, wie sich diese Entscheidung auf den Rubelkurs auswirken könnte, antwortete der erste stellvertretende Ministerpräsident: „Ehrlich gesagt gar nicht.“

Die US-Sanktionen haben für die russische Wirtschaft einen gewissen Schaden verursacht,

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