Teil 2: Das gesamte TV-Interview von Roman Protasewitsch auf Deutsch | Anti-Spiegel

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04-06-21 06:49:00,

Da das Interview von Roman Protasewitsch im Westen Schlagzeilen macht und als “erzwungen” bezeichnet wird, werde ich das gesamte Interview in drei Teilen übersetzen. Hier ist Teil 2.

Die Übersetzung des Interviews ist schwierig, weil es kein Transkript gibt. Aber auf YouTube wurde es in Fragen aufgeteilt. Ich werde alle Fragen übersetzen und die Antworten von Protasewitsch mal wörtlich zitieren, mal zusammenfassen. Dabei werde ich immer die Zeitstempel der Frage beifügen, sodass jeder sich das anschauen kann und zum Beispiel Mimik und Körpersprache sehen und für sich entscheiden kann, ob Protasewitsch gezwungen oder natürlich wirkt. Die Übersetzung des ersten Teils finden Sie hier.

Im Verlauf dieses zweiten Teils des Interviews merkt man, wie die zunächst leicht angespannte Interview-Situation mehr und mehr zu einem Gespräch, teilweise einer Diskussion wurde. Ich habe hier mehr Passagen wörtlich übersetzt, als im ersten Teil, weil es Passagen sind, die die „Qualitätsmedien“ in ihrer Berichterstattung aus dem Zusammenhang gerissen haben. Daher will ich hier die Möglichkeit geben, diese Teile im Wortlaut und nicht in einer Zusammenfassung zu lesen, damit die Leser sich ein Bild machen können.

Dass es mehr zu einem Gespräch wurde, sieht man auch daran, dass bei den Zeitstempeln jetzt immer öfter Themen stehen und nicht mehr immer die Fragen des Journalisten, wie das im ersten Teil noch der Fall war.

Am Ende des ersten Teils ging es um die Finanzierung der Opposition, das Thema wurde hier weitergeführt

0:31:50 Belsat und staatliche Gelder.

Belsat ist ein vom polnischen Staatsfernsehen betriebener Fernsehsender, der für Weißrussland sendet. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass das ein polnischer Fernsehsender ist.

Der Journalist interessierte sich weiter für die Finanzierung. Belsat sagt offen, dass er vom polnischen Staat finanziert wird. Litauen finanziert Tichanowskaja, was Protasewitsch gerade erklärt hatte. Außerdem hat Protasewitsch gesagt, dass litauische Geschäftsleute Tichanowskaja finanzieren. Der Journalist nannte Beispiele, die öffentlich geworden sind, in denen Geschäftsleute Interesse an weißrussischen Staatsbetrieben hatten, die Milliarden wert waren und es wurde besprochen, wie diese nach einem Regierungswechsel für einige hunderttausend Dollar privatisiert werden könnten. Das Interesse der Geschäftsleute, die Tichanowskaja finanzieren, liegt also auf der Hand.

Aber bei staatlichen Geldern, so der Journalist, müsste es doch Zwischenstationen, also NGOs geben, über die das Geld läuft. Das käme doch nicht direkt von Staaten.

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