An die Künstler | Von Jens Fischer Rodrian | KenFM.de

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06-06-21 07:30:00,

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Von Jens Fischer Rodrian.

Es ist still geworden. Nicht nur in den Konzert-und Theatersälen, den Clubs und den Kinos, auch auf den wenigen Events, die stattfanden wie virtuellen Ausstellungen, Zoom Bandproben und Online Konzerten – schlimmer geht’s nicht. Ich hoffe nur, keiner kommt auf die Idee sich daran zu gewöhnen, weder Publikum noch Künstler. Wenn doch, ist der Schritt zu Pillenfraß und Sex in Neoprenanzügen nicht mehr weit. Das, was uns verbindet, was uns menschlich macht, wird entsorgt.

Die Transhumanisten unter den Weltenlenkern, die Anhänger des Great Reset, stört das nicht, ihnen ist jeder menschliche Makel ein Greuel. Sie werden die Künstler und das, was sie zu bieten haben – Menschen zusammenzubringen, gemeinsam zu träumen und zu phantasieren – nicht vermissen, das haben sie ganz unmissverständlich gezeigt.

Das wird sich auch nicht ändern – wenn es so still bleibt, wenn die Künstler nicht rebellieren und sagen – SO NICHT! und nur darauf warten, dass es jemand für sie richtet. Dieser jemand wird nicht kommen.
Ich frage mich, wo sind sie geblieben, die großen lauten Stimmen?

Die Ärzte? In den Tagesthemen (1), um das neue Album zu promoten. Einen anderen Grund kann es nicht gegeben haben, so unvorbereitet, wie sie auf die zahmen Fragen des Journalisten geantwortet haben.

Campino? Er sprach auf der Demo Alarmstufe Rot im Oktober letzten Jahres (2). Alarmstufe Rot ist ein Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft (3). Er bittet darum, Künstler nicht zu vergessen und unbürokratisch Gelder freizuschalten, bis die Impfung die Pandemie beendet. Das war´s?

Udo Lindenberg bezeichnet Maskenverweigerer als „hirntote Risikopiloten“ – wirklich? (4)

Fast alle Hip Hopper, die sonst zu jedem Thema Stellung beziehen und für verbale Randale sorgen, schweigen – seit über einem Jahr. Wo seid Ihr?

Und darum frage ich Euch, wie schon vor 6 Monaten, jetzt noch einmal, verzweifelter und ratloser als je zuvor: Wann Kolleg*innen, wann ist Eure rote Linie überschritten?

Wann denkst du, es reicht,

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