Mobile Impfexperimente

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09-06-21 08:38:00,

von anonym

Seit einiger Zeit wird in den Leitmedien ausgiebig über soziale Brennpunkte und mobile Impfteams berichtet. Im Fokus standen vor allem der Kölner Stadtteil Chorweiler und die dortige Massenimpfung gegen das Coronavirus (1). Auf den Bildmaterialien der Medien wurde kontinuierlich eine große Menschengruppe auf dem Liverpooler Platz gezeigt, die an einem Impfbus ansteht.

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Foto: wdr.de/mediathek

Hier wird wieder einmal die politische Willkür bei den Maßnahmen sichtbar, da doch dichtgedrängte Menschenansammlungen im Freien eigentlich verboten sind und noch vor Kurzem von der Polizei geahndet wurden (2).

Aber dies nur am Rande, fand doch dieses Ereignis an einem bedeutsamen Ort statt, nämlich auf einem zentralen Marktplatz. Es ist auf den ersten Blick ein einfacher und unscheinbarer Platz. Doch im Grunde hat er eine sinnbildliche Tragweite und sagt viel über das aktuelle politische Zeitgeschehen aus.

Zweifelsohne hat der Marktplatz — auf Griechisch „Agora“ — für unsere Demokratie eine historische Bedeutung und bildet eine der Hauptsäulen des demokratischen Grundgedankens. Der Ursprung der Agora findet sich im antiken Athen und datiert ungefähr auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück.

Zu jener Zeit galt der Marktplatz als soziale Begegnungsstätte, in der politische Themen, die die Allgemeinheit betreffen, ausführlich diskutiert wurden. Der Philosoph Jörg Aufenanger unterstreicht die Wichtigkeit des Marktplatzes und meint, dass „die Agora die Keimzelle der Demokratie (ist), der Herrschaft des Volkes, das sich des Wortes bedient“ (3). Und jetzt, im Ausnahmezustand, was bleibt da noch von der Agora?

In der postmodernen Welt hat das Prinzip der Agora weiterhin eine wichtige Funktion. Doch sie verliert immer mehr ihren eigentlichen Charakter. Die traditionelle und gesellschaftliche Aura der Agora scheint in Zeiten einer streng dogmatisierten, technologisch-mathematischen Rationalität zu schwinden. Die heutige Gesellschaft unterwirft sich willkürlichen Inzidenzwerten, und sie verständigt sich nur noch mit nackten Zahlen — wie die Pythagoreer, eine Anhängerschaft des Philosophen und Mathematikers Pythagoras, die untereinander insbesondere in Zahlen kommunizierten, welche schließlich ihr religiöses Weltbild prägten.

Mit Sicherheit wären die Pythagoreer äußerst stolz auf die heutigen Neupythagoreer. Diese Zahlensprache führt letztlich, wie wir tagtäglich erfahren, zu Angst um das eigene Leben und verleitet eine breite Masse dazu, sich auf dem Liverpooler Platz einer Impfung preiszugeben, die noch nicht einmal Langzeitstudien über ihre Nebenwirkungen vorzuweisen hat (4).

In Chorweiler wurde das Wesensmerkmal des Marktplatzes für medizinische Forschungszwecke missbraucht und damit die Büchse der Pandora geöffnet.

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