Was Putin über das anstehende Treffen mit Biden und die Menschenrechte im Westen gesagt hat | Anti-Spiegel

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09-06-21 08:18:00,

In knapp einer Woche treffen sich US-Präsident Biden und der russische Präsident Putin in Genf. Aber was kann man von dem Treffen erwarten? Dazu hat Putin sich geäußert.

Bei seinem Auftritt beim Petersburger Wirtschaftsforum hat Putin sich über das anstehende Treffen mit Biden geäußert. Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ darüber berichtet und Putin ausführlich zitiert. Daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Es ist klar, dass der russische Präsident auf dem St. Petersburger Forum, zwei Wochen vor seinem ersten persönlichen Treffen mit dem neuen US-Präsidenten, nicht umhin kam, darauf angesprochen zu werden. Insbesondere auf die Tagesordnung des Gipfels, denn bisher stimmen die Signale aus Washington und Moskau zu diesem Thema, um es gelinde auszudrücken, nicht vollständig überein. Ursprünglich schlug das Weiße Haus ein Treffen ohne Vorbereitung vor, also ohne Struktur und vorgegebene Themen, aber da Putin nicht gerne Zeit verschwendet, lehnte der Kreml ab und errang damit den ersten Sieg in dieser ganzen Geschichte.

Dann wurde den Amerikanern irgendwie klar, dass es besser wäre, vor dem Gipfel Expertengespräche zu führen. Auf jeden Fall ist eine übereinstimmende und vereinbarte Tagesordnung für das Treffen der russischen und amerikanischen Staats- und Regierungschefs am 16. Juni in Genf noch nicht bekannt gegeben worden, und die Signale aus den verschiedenen Kontinenten sind noch widersprüchlich.

Putin ist für Konkretes und sieht sieben Hauptthemen:

„Wir werden die bilateralen Beziehungen besprechen. Ich gehe davon aus, dass wir versuchen sollten, Wege zur Regelung dieser Beziehungen zu finden. Heute sind sie auf einem extrem niedrigen Niveau, das wissen wir alle sehr gut. Wir werden über strategische Stabilität, die Beilegung internationaler Konflikte in den Krisenherden, Abrüstungsprozesse, den Kampf gegen den Terrorismus und hoffentlich auch den Kampf gegen die Pandemie und Umweltfragen sprechen. Das ist eine vorläufige Agenda.“, betonte das Staatsoberhaupt.

Putin nannte es eine „vorläufige Agenda“, was einerseits eine Auflistung der Hauptthemen bedeutet, die für Russland von Interesse sind, und andererseits die Bereitschaft für improvisierte Lösungen seitens der USA. Biden zum Beispiel hat öffentlich verkündet, dass er verpflichtet ist, über Menschenrechte zu sprechen, da dies angeblich „die Mission der USA“ ist.

Wie der englische Klassiker Robert Louis Stevenson sagte: „Wer im Glashaus lebst, sollte nicht mit Steinen werfen.“ Schließlich ist das Thema Menschenrechte für die USA selbst und den Westen im Allgemeinen sehr heikel.

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